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Oscar Piastri nach Pole zum Katar-GP: «Sehr happy!»

Von Mathias Brunner
Lando Norris gratuliert Oscar Piastri zur Pole

Lando Norris gratuliert Oscar Piastri zur Pole

​Oscar Piastri hat sich für den Grossen Preis von Katar die beste Ausgangslage gesichert: Sechste Pole-Position seiner Formel-1-Karriere. Der Australier ist zufrieden: «Das hat Spass gemacht.»

Das war stark: Oscar Piastri hat in der spannenden Quali zum Formel-1-GP von Katar den besten Startplatz erobert. Es ist die sechste Pole des 24-Jährigen in seiner GP-Karriere und seine erste auf dem Lusail International Circuit.

Piastri zeigte auf der anspruchsvollen Rennstrecke eine klasse Leistung und distanzierte seinen Titelrivalen Norris, der seinen letzten Versuch abbrach.

Danach erzählte der Australier: «Wir haben das Auto nach dem Sprint kaum mehr verstellt, weil ich mit dem Wagen happy war – nach dem Motto: nichts reparieren, wenn es nicht kaputt ist! Und mein McLaren lag auch in der Quali sehr gut.»

«Ich stehe vor einem harten Rennen, körperlich sehr anspruchsvoll wegen der vielen schnellen Kurven. Zum Glück ist es nicht so heiss wie vor zwei Jahren. Das wird ein hartes Stück Arbeit, aber ich mag diese Strecke.»

«Diese Pole war immens wichtig, denn der Sprint hat gezeigt, wie schwierig das Überholen ist.»

2021 und 2023 haben Lewis Hamilton und Max Verstappen den Katar-GP von Pole aus gewonnen …


So lief die GP-Quali

Das Abschlusstraining zum vierten Formel-1-Grand Prix von Katar begann bei diesen Verhältnissen: 21 Grad, die Bahn 26 Grad warm, weniger Wind als im Sprint.

In Q1 gab zunächst Fernando Alonso den Ton an, Max Verstappen wurde aufgehalten, nur P2. Norris blieb ebenfalls im dichten Katar-Verkehr hängen, während Sprint-Sieger Piastri locker die Spitze übernahm. Die Bahn baute rasant mehr Haftung auf.

Hamilton hatte die Abstimmung seines Ferrari auf den Kopf stellen lassen vor dem Sprint und schimpfte nach dem kurzen Rennen: «Das ist ja noch schlimmer als vorher.» In Q1 schien sich das zunächst zu bestätigen – langsamste Zeit. Dann aber arbeitete sich der Rekord-Champion auf P6 hoch. Zu diesem Zeitpunkt Hadjar vor Gasly in Führung, Timing war nun alles.

Sechs Minuten vor Schluss von Q1 Verstappen vorne, aber dann kamen die McLaren: Norris mit Bestzeit, knapp vor Piastri.

Nach Q1 hatten vorzeitig Feierabend: Tsunoda, Ocon, Hamilton (schon wieder!), Stroll und Colapinto.

Top-Ten: Russell, Norris, Piastri, Verstappen, Gasly, Sainz, Lawson, Bearman, Leclerc und Antonelli.

Von P4 (Verstappen) bis P14 (Bortoleto) elf Fahrer innerhalb von zwei Zehntelsekunden – wow!

In Q2 Verstappen zunächst vorne, aber nur drei Zehntel schneller als Bearman im Haas, das war ein Hinweis darauf, dass dieser P1 keinen Bestand haben würde.

Piastri dann eine halbe Sekunde schneller als Max, Norris langsamer als Verstappen auf P3 – bevor Lando diese Runde gestrichen wurde, wegen Verletzung der Pistengrenzen.

Norris dann kurz vor Schluss auf P2, gerade noch mal gutgegangen, beim letzten Versuch vor der karierten Flagge.

Q2 endete mit diesen Ausgeschiedenen: Hülkenberg, Lawson, Bearman, Bortoleto, Albon.

Top-Ten und damit in Q3: Piastri, Norris, Verstappen, Antonelli, Russell, Alonso, Sainz, Gasly, Leclerc und Hadjar.

In Q3 Max Verstappen wieder mal als Leitwolf auf der Bahn, der Niederländer mag das, so kann er Reifen und Bremsen ungestört aufwärmen.

Norris dann 35/1000 schneller als Piastri, Verstappen konnte da nicht mithalten. Dann Russell schneller als Verstappen.

Dann Schreck für die Tifosi: Highspeed-Dreher von Leclerc.

Danach rote Flagge: Williams-Fahrer Carlos Sainz war mit Plastik am Reifen auf die Bahn gefahren, dieses Stück musste von der Bahn geklaubt werden. Dazu wurden Kiesel von der Bahn gewischt.

Dann Piastri schneller, Verstappen hoch auf P3, Norris brach seinen Versuch ab, nachdem er in der Aufwärmrunde von Russell irritiert worden war. Russell auf P4.


GP-Qualifying, Katar

01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:19,387 min
02. Lando Norris (GB), McLaren, 1:19,495
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:19,651
04. George Russell (GB), Mercedes, 1:19,662
05. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:19,846
06. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:20,114
07. Carlos Sainz (E), Williams, 1:20,287
08. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:20,418
09. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:20,477
10. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:20,561
11. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:20,353
12. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:20,433
13. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:20,438
14. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:20,534
15. Alex Albon (T), Williams, 1:20,629
16. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:20,761
17. Esteban Ocon (F), Haas, 1:20,864
18. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:20,907
19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:21,058
20. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:21,137

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