BMW-Technikchef Gonschor: Stolz, wie es zu Ende ging
«Das war eine megaspannende Reise, wie bei einem klassischen ersten Date», erzählte BMWs Technischer Direktor Chris Gonschor nach der Premiere von Danilo Petrucci und Miguel Oliveira mit der M1000RR vergangene Woche in Jerez. «Man lernt jemanden kennen, fügt sich zusammen und im Sport geht es immer um das Gleiche: Man will gemeinsam erfolgreich sein. Es war schön, neue Charaktere kennenzulernen und neue Impulse zu bekommen. Sie gehen anders an die Sache heran, Miguel kommt aus einem anderen Fahrerlager, hat andere Erfahrungen aus der MotoGP mit anderen Reifen. Danilo kommt aus der gleichen Meisterschaft, aber von einem anderen Motorrad. Sie beschreiben, was sie draußen erleben. Interessant war, dass beide sehr wenig über die Vergangenheit gesprochen haben, das war für mich das Highlight. Sie haben sich voll fokussiert auf das Bike eingelassen und wir konnten mit den Fahrern arbeiten.»
Der gebürtige Bochumer weiter: «Jeder Impuls von außen ist nicht nur willkommen, sondern auch spannend. Das Fahrerlager ist dynamisch – Fahrer, Techniker, Ingenieure, Sponsoren, alles wechselt über die Jahre und Jahrzehnte. Diese Durchmischung macht auch den Reiz aus. Selbstverständlich ist aber ein gewisser Fokus auf die eigenen Fähigkeiten und Daten relevant. Ich muss empfänglich sein für neue Impulse, darf mich aber nicht destabilisieren lassen. Ich habe ein Grundgerüst, von dem ich überzeugt bin, dass es funktioniert und weshalb ich das so entwickelt habe. Wenn ich das mit einem neuen Impuls automatisch in Frage stelle, dann bin ich unsicher. Und Unsicherheit wird nicht zu einem siegfähigen Produkt führen. Wir wären schlecht beraten, wenn wir Impulse nicht annehmen, im Sinne von zuhören. Ob man sie dann 1:1 umsetzen kann, das gilt es zu prüfen, ob das mit unserem Bike Sinn macht, mit unserer Leistung, Applikation und den Federwegen. Wenn ja, muss man sich überlegen, wann man es testet. Am Anfang einer neuen Fahrer-Hersteller-Ehe braucht man erst mal ein gemeinsames Verständnis für das Produkt, das man hat. Bevor man es noch besser würzt, damit es noch besser schmeckt.»
«Selbstverständlich hilft es ein wenig, wenn man das Bike mit der Nummer 1 hat. Wenn man zwei Weltmeisterschaften gewonnen hat, dann ist da Potenzial», betonte Gonschor im Vieraugengespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wenn man 13 Siege in Folge holt, dann ist das ein Siegerpaket. Das gibt auch den Fahrern die Möglichkeit, sich noch intensiver auf das Paket einzulassen, weil sie wissen, dass Performance drin ist. Die müssen sie aber natürlich extrahieren, jeder Fahrer auf seine eigene Art. Deswegen waren viele Fragen der Fahrer relativiert auf das, was in den vergangenen zwei Jahren auf der Strecke geschehen ist. Es war ein langsames Annähern an vorsichtige Fragestellungen. Was können wir anders machen als Team, als Techniker. Aber auch, was der Fahrer anders machen kann, um am Ende die Rundenzeit zu verbessern. So wie der Tag mit den Rundenzeiten geendet ist, können wir stolz sein. Alle unsere drei Fahrer auf der Strecke fuhren 1:38 min, das ist herausragend. Alle fuhren diese Runden mit Rennreifen, Michael van der Mark und Danilo haben zudem einen Qualifyer probiert. Das war wichtig, um die Relation zu sehen.»
| Superbike-Test in Jerez, 27. November | ||||
| Pos | Fahrer (Nation/Motorrad) | Kategorie | Zeit | Diff |
| 1. | Alex Lowes (GB/Bimota) | SBK-WM | 1:37,825 min | |
| 2. | Xavier Vierge (E/Yamaha) | SBK-WM | 1:38,058 | + 0,234 sec |
| 3. | Michael vd Mark (NL/BMW) | SBK-WM | 1:38,126 | + 0,301 |
| 4. | Andrea Locatelli (I/Yamaha) | SBK-WM | 1:38,134 | + 0,309 |
| 5. | Danilo Petrucci (I/BMW) | SBK-WM | 1:38,470 | + 0,645 |
| 6. | Axel Bassani (I/Bimota) | SBK-WM | 1:38,584 | + 0,759 |
| 7. | Stefano Manzi (I/Yamaha) | SBK-WM | 1:38,606 | + 0,781 |
| 8. | Miguel Oliveira (P/BMW) | SBK-WM | 1:38,890 | + 1,065 |
| 9. | Somkiat Chantra (T/Honda) | SBK-WM | 1:39,494 | + 1,669 |
| 10. | Tetsuta Nagashima (J/Honda) | SBK-WM | 1:39,609 | + 1,784 |
| 11. | Jake Dixon (GB/Honda) | SBK-WM | 1:39,808 | + 1,983 |
| Superbike-Test in Jerez, 26. November | ||||
| Pos | Fahrer (Nation/Motorrad) | Kategorie | Zeit | Diff |
| 1. | Andrea Locatelli (I/Yamaha) | SBK-WM | 1:38,641 min | |
| 2. | Michael vd Mark (NL/BMW) | SBK-WM | 1:39,043 | + 0,402 sec |
| 3. | Xavier Vierge (E/Yamaha) | SBK-WM | 1:39,170 | + 0,529 |
| 4. | Javier Fores (E/Bimota) | SBK-WM | 1:39,302 | + 0,661 |
| 5. | Danilo Petrucci (I/BMW) | SBK-WM | 1:39,434 | + 0,793 |
| 6. | Stefano Manzi (I/Yamaha) | SBK-WM | 1:39,442 | + 0,801 |
| 7. | Miguel Oliveira (P/BMW) | SBK-WM | 1:39,815 | + 1,174 |
| 8. | Jake Dixon (GB/Honda) | SBK-WM | 1:40,035 | + 1,394 |
| 9. | Somkiat Chantra (T/Honda) | SBK-WM | 1:40,285 | + 1,644 |
| 10. | Tetsuta Nagashima (J/Honda) | SBK-WM | 1:40,839 | + 2,198 |
| Supersport-Test in Jerez, 27. November | ||||
| Pos | Fahrer (Nation/Motorrad) | Kategorie | Zeit | Diff |
| 1. | Jeremy Alcoba (E/Kawasaki) | SSP-WM | 1:42,167 min | |
| 2. | Corentin Perolari (F/Honda) | SSP-WM | 1:42,217 | + 0,050 sec |
| 3. | Matteo Ferrari (I/Ducati) | SSP-WM | 1:42,381 | + 0,214 |
| 4. | Dominique Aegerter (CH/Kawasaki) | SSP-WM | 1:43,492 | +1,325 |
| 5. | Ana Carrasco (E/Honda) | SSP-WM | 1:44,077 | +1,910 |
| 6. | Riccardo Rossi (I/Ducati) | SSP-WM | 1:44,135 | + 1,968 |
| 7. | Petr Svoboda (CZ/Ducati) | SSP-WM | 1:44,697 | + 2,530 |
| Supersport-Test in Jerez, 26. November | ||||
| Pos | Fahrer (Nation/Motorrad) | Kategorie | Zeit | Diff |
| 1. | Corentin Perolari (F/Honda) | SSP-WM | 1:42,683 min | |
| 2. | Jeremy Alcoba (E/Kawasaki) | SSP-WM | 1:42,877 | + 0,194 sec |
| 3. | Matteo Ferrari (I/Ducati) | SSP-WM | 1:43,211 | + 0,528 |
| 4. | Dominique Aegerter (CH/Kawasaki) | SSP-WM | 1:43,740 | + 1,057 |
| 5. | Riccardo Rossi (I/Ducati) | SSP-WM | 1:43,956 | + 1,273 |
| 6. | Ana Carrasco (E/Honda) | SSP-WM | 1:44,936 | + 2,253 |
| 7. | Petr Svoboda (CZ/Ducati) | SSP-WM | 1:46,007 | + 3,324 |










