Formel 1: Max Verstappen ist baff

ETH Zürich baut Elektromotorrad mit 400 km Reichweite

Von Rolf Lüthi
Ingenieure und Studenten der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben ein Elektromotorrad mit Zweiradantrieb und optimierter Batterie-Lebensdauer gebaut.

Die jährlich durchgeführten Fokusprojekte der ETH Zürich bieten Studierenden die einzigartige Möglichkeit, ein Produkt vom ersten Entwurf über das Engineering und Design, die Produktion bis hin zum Marketing selbst zu entwickeln. Das notwendige Wissen wird im Selbststudium, parallel zu laufenden Lehrveranstaltungen und durch den Dialog mit Partnern aus der Industrie, Betreuern und Professoren zusammengetragen. Im Rahmen eines solchen Fokusprojekts hat ein Team von 13 Maschinenbauern und einem Elektroingenieur der ETH sowie zwei Industriedesignern der Zürcher Hochschule der Künste das visionäre Elektromotorrad ethec gebaut.

Die Vision hinter dem ethec ist eine urbane Lösung für Mobilität, die effizient die eigene Bremsleistung durch Rekuperation zurückgewinnt und so eine grössere Reichweite ermöglicht. Da beim Motorrad rund 75 % der Bremsleistung am Vorderrad anfällt, geht diese Energie bei konventionell angetriebenen Elektromotorrädern verloren. Bei der ethec sind in beiden Rädern Nabenmotoren eingebaut. Dadurch sind beide Räder angetrieben und es kann auch die Bremsenergie des Vorderrads rekuperiert werden.

Die Lithium-Ionen Batterie mit ihren 1260 Zellen wird von einer innovativen thermoelektrischen Kühlung konstant auf idealer Temperatur gehalten. Durch das Zusammenspiel eines Peltier-Elements und einer Ölkühlung, bei der alle Zellen komplett umflossen werden, soll die Lebensdauer der Batterie ohne Reichweitenverlust erheblich gesteigert werden.

Unter dem futuristisch-minimalistischen Design findet man sowohl gewagte als auch konventionelle technische Lösungen. Das Chassis ist ein Stahlrohrrahmen, das Hinterrad führt eine Zweiarmschwinge mit zwei Federbeinen. Die Trapezgabel lässt dank mathematischer Optimierung eine Geometrieanpassung zu.

Bei der Bedienung des Motorrades sollen neue Massstäbe gesetzt werden. Die Rekuperation greift intuitiv ein, sobald der Fahrer den Bremshebel zieht. Dabei kann diese Rekuperation graduell und präzise gesteuert werden. Auf dem 7 Zoll Touchscreen werden die wichtigsten Fahrtinformationen wie auch die Infos des Navigationssystems angezeigt.

Technische Daten
Batterie:
• Lithium-Ionen Technologie
• 400 km Reichweite
• 15 kWh Kapazität
• Optimierte Lebensdauer durch Integration einer aktiven und direkten Ölkühlung
• Kontinuierliche Überwachung der Zellentemperatur und der Zellenspannung

Elektronik & Motoren:
• Radnabenmotoren
• 22 kW Dauerleistung
• Bis zu 50 kW Spitzenleistung
• Hochspannungs-Verriegelung zur Sicherheit
• Variable Rekuperation

Mechanik, Design & Packaging:
• Rohrrahmen für ein geringes Gewicht
• Verkleidung aus Carbonfaser-Nasslaminat
• Trapezgabel ermöglicht Geometrie-Anpassung
• Zweiarmschwinge hinten als bewährtes Design
• Gesamte Anzeige über ein Display

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Schon gesehen?

Siehe auch

Razgatlioglu zu Honda: Das wäre ein Paukenschlag!

Von Ivo Schützbach
In der MotoGP- und Superbike-WM kriecht Honda langsam aus der Versenkung und sorgte zuletzt für Achtungserfolge in beiden Klassen. Könnte Toprak Razgatlioglu auch für die Japaner zum Heilsbringer werden?
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • So. 06.04., 00:15, Hamburg 1
    car port
  • So. 06.04., 04:00, ORF 1
    Formel 1: Großer Preis von Japan
  • So. 06.04., 04:45, Hamburg 1
    car port
  • So. 06.04., 05:15, Hamburg 1
    car port
  • So. 06.04., 06:00, Motorvision TV
    Superbike: Australian Championship
  • So. 06.04., 06:25, ORF 1
    Formel 1: Großer Preis von Japan
  • So. 06.04., 06:40, Schweiz 2
    Formel 1: Großer Preis von Japan
  • So. 06.04., 06:55, Motorvision TV
    Superbike: Australian Championship
  • So. 06.04., 07:45, Hamburg 1
    car port
  • So. 06.04., 07:50, Motorvision TV
    Superbike: Australian Championship
» zum TV-Programm
6.89 24030830 C0504212013 | 5