Eisspeedway-EM: Sechs Deutschsprachige sind dabei

Von Thomas Schiffner
Die Europameisterschaft wird in Sanok entschieden

Die Europameisterschaft wird in Sanok entschieden

Am 24. und 25. Februar findet im polnischen Sanok die Eisspeedway-EM statt. Titelverteidiger Franky Zorn, Vize Luca Bauer und der EM-Dritte des letzten Jahres, Jimmy Olsen, gehören zum Favoritenkreis.

Wenig Bewegung ist derzeit in der Eisspeedway-Szene, nachdem die Russen nach wie vor von internationalen Meisterschaften ausgegrenzt und wichtige Austragungsorte wie Berlin-Wilmersdorf weggefallen sind.

Daher ist es keine Überraschung, dass die Eisspeedway-Europameisterschaft erneut in die freie Königsstadt Sanok im äußersten Osten von Polen in der Woiwodschaft Karpatenvorland vergeben wurde. Zum sechsten Mal bereits wird die EM in Polen entschieden. Und viel spricht dafür, dass auch diesmal einer der sechs Deutschsprachigen unter den 16 nominierten Fahrern am Schluss auf dem Podium ganz oben steht.

Die erste EM in Sanok im Jahr 2008 gewann Franky Zorn und 15 Jahre später, im vergangenen Jahr, stand der mittlerweile 53-jährige Saalfeldener zum zweiten Mal auf dem obersten Treppchen.

Zweiter von der AMF gesetzter Österreicher ist nicht Charly Ebner, der jedoch zwischenzeitlich eine permanente WM-Wildcard erhalten hat, sondern der Weissenbacher Martin Posch, der diese Saison noch gar keine Fahrpraxis sammeln konnte.

Gleich vier Deutsche starten in Sanok, obwohl der DMSB nur drei Startplätze erhielt. Das liegt, wie in der Vergangenheit, daran, dass Luca Bauer seit Beginn seiner Karriere mit Lizenz der italienischen Föderation fährt und deshalb als «Italiener» nominiert wurde.

Der 25-jährige Oberbayer ist spätestens seit seinem Vize-EM-Titel in Sanok 2023 und seiner Fahrt knapp an der WM-Medaille vorbei in Inzell aus dem Schatten von Vater Günther Bauer herausgetreten. Zusammen mit dem um 28 Jahre älteren Zorn ist der Bayer erster Titelkandidat.

Der DMSB berücksichtigt für die EM stets Fahrer, die in der WM nicht zum Zug kommen und hat deshalb die Bayern Franz Mayerbüchler, Maximilian Niedermaier und den einzigen hessischen Eisfahrer Marc Geyer nominiert. Alle drei dürften mit Platzierungen im Mittelfeld zufrieden sein können. Interessanteste Personalie ist Maximilian Niedermaier, nicht zu verwechseln mit seinem Cousin Max Niedermaier. Er wagt sich erstmals auf internationales Terrain.

Von den skandinavischen Fahrern zählt zweifellos der Bronzemedaillengewinner 2023, Jimmy Olsen, zuletzt in der schwedischen Superliga in starker Form, zu den Mitfavoriten. Und es gibt ein «Dark Horse», einen Finnen, der international noch nie aufgetreten ist: Heikki Huusko (30), Flattrack- und seit letztem Jahr Eisfahrer, der vergangenes Wochenende trotz eines Sturzes Finnischer Vizemeister wurde.

Beide EM-Rennen, am 24. und 25. Februar, deren Punkte zusammengezählt werden, beginnen im Kunsteisstadion Blonie um 14 Uhr. Ob ein polnischer Fernsehsender live überträgt, war zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Startliste Eisspeedway-EM Sanok/PL:

1 Franz Mayerbüchler (D)
2 Jimmy Olsen (S)
3 Heikki Huusko (FIN)
4 Marc Geyer (D)
5 Lukas Hutla (CZ)
6 Michal Knapp (PL)
7 Joakim Söderström (S)
8 Andrej Divis (CZ)
9 Luca Bauer (D)
10 Jasper Iwema (NL)
11 Sebastian Reitsma (NL)
12 Franz Zorn (A)
13 Jimmy Hörnell (S)
14 Max Koivula (FIN)
15 Maximilian Niedermaier (D)
16 Martin Posch (A)
Res. 17 Radek Hutla (CZ)

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