Bol d’Or: Suzuki dominiert, WM-Favorit YART zittert

Von Tim Althof
Das Finale der FIM Endurance-Weltmeisterschaft in Le Castellet spitzt sich vier Stunden vor dem Ende des 24-Stunden-Rennens zu. Während Suzuki an der Spitze eine Klasse für sich ist, muss Yamaha um den Erfolg bangen.

Nach dem Ausfall von F.C.C. TSR Honda France gegen 3 Uhr in der Nacht entwickelte sich der Bol d’Or immer weiter zu Gunsten von Yoshimura SERT Motul. Gregg Black, Sylvain Guintoli und Etienne Masson führen das Finale der Langstrecken-Weltmeisterschaft nach 20 Stunden mit einem Vorsprung von über acht Runden an. Für den 17-fachen Weltmeister sieht alles danach aus, dass der 19. Erfolg für Suzuki beim Bol d’Or eingefahren werden kann.

Auch in der Weltmeisterschaft hat die Mannschaft von Damien Saulnier und Yohei Kato noch theoretische Chancen, doch dafür müsste die Konkurrenz patzen. Favorit am Sonntag morgen ist das Yamaha Austria Racing Team mit Marvin Fritz, Niccolo Canepa und Karel Hanika. Das Fahrer-Trio lag während der langen Nacht auf dem zweiten Platz und könnte damit beruhigt zu Ende fahren und somit den Titel anvisieren.

Seit 6 Uhr am Sonntagmorgen kämpft das Team von Mandy Kainz jedoch mit der Technik and er R1. Die Temperatur des Kühlwassers steigt rasant an, da der Kühlreislauf aus nicht bekannten Gründen Wasser verliert. Bereits dreimal musste das Bike am Morgen in die Box geholt werden, zweimal wurde Kühlwasser nachgefüllt. Durch die unplanmäßigen Aufenthalte bei der Crew verlor man mehr als 6 Runden auf SERT an der Spitze. Sollte die Yamaha aber in den Top-10 durchkommen, ist der Gewinn der Meisterschaft nicht in Gefahr.

Für das Team Tati Beringer mit Randy Krummenacher lief es nach 19 Stunden nicht mehr rund. Die Kawasaki des französischen Teams strandete in Kurve 6 mit viel qualm am Streckenrand. Hugo Clere, der Teamkollege des Schweizers, schob das Bike umgehend zurück an die Box, doch die Aussichten auf ein gutes Ergebnis sind dahin. Auch die KM99-Mannschaft musste mit Problemen an der Yamaha kämpfen. Lucas Mahias brachte die R1 auf dem Anhänger zurück zur Box.

Vier Stunden vor dem Ende führt also Suzuki vor Yamaha und Viltais Racing Honda (Alt, Odendaal, Mercado). Auf Platz 4 liegt BMW Motorrad World Endurance mit Markus Reiterberger, Ilya Mikhalchik und Jeremy Guarnoni, Position 5 belegt Kawasaki Webike Trickstar (de Puniet, Watanabe, Leblanc).

Bol d'Or, Stand nach 20 Stunden:

1. Yoshimura SERT Motul (Black, Guintoli, Masson), Suzuki GSX-R1000Y, 608 Runden
2. YART – Yamaha Official Team EWC (Canepa, Fritz, Hanika), Yamaha YZF-R
3. Honda Viltais Racing (Alt, Odendaal, Mercado), Honda CBR1000 RR-R
4. BMW Motorrad World Endurance (Reiterberger, Mikhalchik, Guarnoni), BMW M 1000 RR
5. Kawasaki Webike Trickstar (De Puniet, Watanabe, Leblanc), Kawasaki ZX-10R
6. National Motos Honda (S. Suchet, V. Suchet, Raymond), Honda CBR1000 RR-R
7. Team 33 Louit April Moto (Gamarino, Saltarelli, Calia), Kawasaki ZX-10R
8. Chromeburner Rac41 (Leesch, Hardt, Tessels), Honda CBR1000 RR-R
9. Team LRP Poland (Vincon, Puffe, Szkopek), BMW S 1000 RR
10. Team 18 Sapeurs Pompiers (De la Vega, Maurin, Steinmayr), Yamaha YZF-R1

Ferner:
20. Team Bolliger Switzerland (Thöni, Brenner, Romero Barbosa), Kawasaki ZX-10R
22. Motobox Kremer Racing (Dehaye, Napoli, Rubin), Yamaha YZF-R1

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