Motobox Kremer: Angriff mit vier deutschen Fahrern

Von Tim Althof
Das deutsche Yamaha-Team Motobox Kremer Racing stellt sich 2024 neu auf. Neben Daniel Rubin, der bereits im letzten Jahr überzeugte, verpflichtete die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz drei weitere deutsche Fahrer.

Von Geoffroy Dehaye und Christian Napoli trennte sich das Team Motobox Kremer Ende der letzten Saison einvernehmlich. Auf der Suche nach einem starken Fahrertrio für die Endurance-WM-Saison 2024 blickten die Verantwortlichen Georg Haas und Manfred Kremer über den Tellerrand hinaus. Am Ende entstand ein deutsches Fahrerquartett, welches dem Team in Zukunft zu noch stärkerem Spirit und guten Ergebnissen verhelfen soll. Neben Rubin werden Dominik Vincon und Marco Fetz auf der R1 unterwegs sein, als vierter Fahrer wurde Bastian Ubl verpflichtet.

Daniel Rubin, der seit 2023 auf der orangenen Yamaha unterwegs ist, blieb im Team und ist entsprechend gespannt auf seine zweite Saison in dieser spektakulären Klasse. «Vier deutsche Fahrer in einem deutschen Team, es ist schön, dass es nun so gekommen ist», freute sich Rubin. «Ich bin begeistert von Dominik und Marco als meine Teamkollegen für die Rennen. Ich freue mich sehr auf die Saison und hoffe, dass wir zusammen ein gutes Team bilden werden und gemeinsam weiterkommen.»

Rubin weiter: «Jetzt wo ich die Strecken kenne, möchte ich unbedingt da weitermachen, wo ich letztes Jahr aufgehört habe. Insgesamt hoffe ich auf gute Rennen und eine starke Endplatzierung fürs Team. Ein bis zwei Ränge weiter vorne, wäre sicher schön.» In der Saison 2023 wurde Motobox Kremer Racing elfter in der EWC-Gesamtwertung.

Marco Fetz fuhr bereits im letzten Jahr auf einer Kawasaki in der EWC. Mit dem Wechsel zum deutschen Privatteam ist seine Zukunft in der Weltmeisterschaft gesichert. «Zuerst möchte ich mich beim Team für das Vertrauen bedanken, das sie mir die Möglichkeit geben eine komplette Saison mit ihnen zu bestreiten. Nach meiner ersten Langstrecken-Erfahrung im letzten Jahr bei den 24 Stunden von Le Mans stand sofort fest, dass es für mich hoffentlich nicht das letzte Mal war», schwärmte Fetz im Interview mit SPEEDWEEK.com. «Natürlich auch ein weiteres großes Dankeschön an meine Sponsoren, die mich tatkräftig unterstützen, darüber bin ich sehr dankbar und ich weiß das in unserer Zeit sehr zu schätzen.»

«Ich freu mich extrem auf die anstehende Saison, vor allem weil wir ein komplett deutsches Team sind und wir uns untereinander alle Vier schon gut kennen», so der 24-jährige Fetz. «Ich denke zu Beginn der Saison ist es wichtig, dass wir mit der Yamaha R1 zurechtkommen und für uns ein geeignetes Set-up finden werden. Weiteres kann man erst nach den ersten Tests sagen, aber ich bin sehr positiv gestimmt. Da wir mit Dani und Domi zwei Fahrer dabeihaben, die schon deutlich mehr Erfahrung haben als ich, zumindest was die EWC angeht, kann ich es auf jeden Fall kaum erwarten, bis die ersten Tests losgehen. Ich bin hochmotiviert mit dem Team zusammenzuarbeiten!»

Ebenfalls neu im Team ist Dominik Vincon. Der Deutsche ist in der EWC nicht unbekannt, denn bereits vor zehn Jahren feierte er sein Debüt in der Langstrecken-WM. Zuletzt war er beim Team LRP Poland auf BMW unterwegs. «Ich bin sehr glücklich mit der Situation, denn ich freue mich sehr auf die Yamaha R1. Das Bike hat so viel Potenzial, das konnte ich bereits im letzten Jahr erkennen, als ich in Le Mans mehrere Stints hinter Daniel auf der Motobox-Yamaha fahren konnte. Die Kurvendynamik des Motorrads muss gigantisch sein», betonte der 32-Jährige.

«Ganz besonders freue ich mich auf den Teamspirit bei Motobox Kremer und auf das Abenteuer in Suzuka. Dort einmal Rennen zu fahren war immer ein Kindheitstraum von mir. Als Team sind wir stark aufgestellt, darum erhoffe ich mir regelmäßige Top-10-Positionen in dieser Saison. Die Erfahrung der Mannschaft in der Endurance-WM ist gigantisch, darum bin ich voller Vorfreude.»

«Mit der EWC geht ein Traum für mich in Erfüllung. Ich kann es kaum abwarten, wieder auf die Yamaha zu steigen und freue mich das Team kennenzulernen. Mein Ziel ist es ganz klar zu lernen, Fuß zu fassen und mir das Ganze in der EWC mal anzuschauen. Natürlich wäre ein Highlight für mich, wenn ich nachrücken könnte und einen Platz fürs Hauptrennen bekommen würde», erklärte Bastian Ubl, der 2024 im Pro Superstock Cup 1000 im Rahmen der IDM unterwegs sein wird und zusätzlich als Ersatzmann bei Motobox fährt. «In erster Linie unterstütze ich das Team mit meiner Funktion als vierter Fahrer. Alles was hinzukommt ist die Kirsche auf der Sahnetorte. Ich freue mich schon aufs erste Nachttraining und bin gespannt wie das wird.»

Terminkalender
18. – 21.04.2024 24h Le Mans (Frankreich)
06. – 08.06.2024 8h Spa-Francorchamps (Belgien)
18. – 21.07.2024 8h Suzuka (Japan)
12. – 15.09.2024 Bol d’Or (Frankreich)

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