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Pirelli warnt: Hockenheim-GP – Schritt ins Unbekannte

Von Mathias Brunner
Mario Isola mit Sebastian Vettel in Baku 2018

Mario Isola mit Sebastian Vettel in Baku 2018

​Letztmals ist die Formel 1 in Hockenheim 2016 angetreten. Damals gab es keine Autos mit so breiten Reifen oder dermassen viel Abtrieb. Pirelli-Rennchef Mario Isola: «Das ist ein Schritt ins Unbekannte.»

Renault-Technikchef Bob Bell hat vor kurzem zu bedenken gegeben: «Auch in Hockenheim wird sich alles ums Reifenmanagement drehen. Das Pirelli-Angebot für Hockenheim ist interessant – mittelhart, weich und dann ultraweich. Weil du in Hockenheim aus vielen eher langsamen Kurven herausbeschleunigen musst, ist das Überhitzen der Hinterreifen ein grosses Thema. Wer es schafft, dass die Reifen nicht zu heiss werden, der ist gut aufgestellt.»

Die Wahrheit ist: So hochgestochen die Simulationswerkzeuge von Rennställen und Formel-1-Alleinausrüster Pirelli auch sein mögen – so richtig weiss keiner, was am kommenden Wochenende auf der badischen Rennstrecke passieren wird. «Hockenheim ist eine unbekannte Grösse», sagt Rennchef Mario Isola.

Der Zweijahres-Rhythmus beim Auftritt auf der deutschen Traditionsbahn bedeutet: Noch nie sind hier die zur Saison 2017 mit mehr Abtrieb und breiteren Reifen ausgerüsteten Rennwagen gefahren. Damals hat Pirelli auch ganz andere Reifenmischungen hergestellt.

Die Mailänder gehen dabei vor wie 2018 in Shanghai: Bei den drei zur Verfügung stehenden Mischungen wird eine ausgelassen. Wir haben ultraweich (violett markiert), dann weich (gelb) und mittelhart (weiss). Die superweichen, rot gekennzeichneten Pirelli gibt es in Deutschland nicht.

Wie in China soll das strategischen Spielraum öffnen. In Asien hat das wunderbar geklappt, die Safety-Car-Phase und einige interessante Reifenstrategien der Rennställe würfelten alles hübsch durcheinander.

Mario Isola zum Hockenheim-GP: «Die Autos sind neu, die Reifen sind neu, die Streckenführung ist aber die gleiche wie 2016. Die Rennställe werden sich im freien Training an das Limit der Reifen herantasten müssen. Hockenheim ist in gewisser Weise ein Schritt ins Unbekannte.»

Vor zwei Jahren flitzte Mercedes-Star mit einer Dreistoppstrategie zum Sieg. Doch 2018 sind die Reifen haltbarer. Einige Konkurrenten werden sogar ihr Glück mit einem Einstopper versuchen. Verschleiss ist wegen des frischen Hockenheim-Asphalts kein Thema, Probleme mit überhitzen Hinterreifen hingegen sind programmiert.

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