MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Johann Zarco: «Lorenzo sorgt sich mehr um das Geld»

Von Johannes Orasche
Johann Zarco: Geld nicht im Vordergrund?

Johann Zarco: Geld nicht im Vordergrund?

Der französische Avintia-Ducati-Neuling Johann Zarco spricht über sein mittelfristiges Ziel in der MotoGP-WM und kommentiert die Reizfigur Jorge Lorenzo.

Jorge Lorenzo (32) und Johann Zarco (29) verbindet die Tatsache, dass sie beide bei den Fans und Konkurrenten eher polarisieren. Dazu haben beide zuletzt sehr ähnliche Karriereverläufe vorzuweisen. Sowohl Zarco als auch Lorenzo hatten bei Red Bull-KTM und bei Repsol Honda lukrative Werksverträge, die sie 2019 beide jeweils vor Ablauf der Laufzeit aufkündigten.

Lorenzo wird 2020 die Yamaha-Werksbikes testen. Zarco konnte in der MotoGP-WM als Stammfahrer überleben und schnappte sich einen Platz bei Avintia Ducati als Teamkollege von Tito Rabat, auf Kosten des Tschechen Karel Abraham. Zarco ist im Team Reale Avintia der Hoffnungsträger, um endlich konstant um Top-10-Plätze oder sogar noch besser fahren zu können. Auch Zarco hat ein klares Ziel: «Ich will Werksfahrer sein und gute Arbeit leisten. Ducati vertraut mir, das stimmt mich sehr zufrieden.»

Lorenzo hat in seiner langen Karriere in mehr als eineinhalb Jahrzehnten Dutzende Millionen verdient. Bei Zarco ist die Lage trotz seiner zwei Moto2-WM-Titel und des letztjährigen KTM-Werksvertrages anders. Der Franzose hat bei KTM erstmals eine 1,8-Mio Euro-Gage eingestreift, wenn auch durch das Agreement beim Ausstieg nicht in vollem Umfang.

Genau deswegen sagt Zarco in Richtung Lorenzo: «Ich denke, dass er sich mehr um das Geld Sorgen macht als ich. Ich glaube auch, dass er deswegen solange zugewartet hat. Aber ich denke nicht wie Lorenzo.»

Und Zarco setzt noch nach. «Das Geld interessiert mich sicher weniger als Lorenzo. Ich musste einen Kredit aufnehmen, um mein eigenes Haus zu haben», verrät der Mann aus Cannes. «Lorenzo wohnt in einem Land, in dem man keine oder nur geringe Steuern bezahlt. Ich wohne in Frankreich. Ich zahle hier die Steuern und meinen Kredit ab. Ich hätte viele Gründe, um wegen des Geldes weiterzumachen, aber ich habe es nicht getan.»

Trotzdem hat sich Zarco im November Hoffnungen auf den Platz bei Repsol-Honda als Nachfolger von Lorenzo gemacht, der dort ca. 3,5 Millionen Euro im Jahr kassiert hat.

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