MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Petar Petrov fuhr 3 Rennen mit Halswirbelbruch

Von Thoralf Abgarjan
Petar Petrov startete in Tensfeld mit gebrochenem Halswirbel C6

Petar Petrov startete in Tensfeld mit gebrochenem Halswirbel C6

Wie sich erst nach dem Rennen in Tensfeld herausstellte, startete Petar Petrov (KMP Honda) mit gebrochenem Halswirbel C6 zu allen 3 Wertungsläufen. Nun erhebt Petrov schwere Vorwürfe an die Adresse der Organisatoren.

Man mag sich gar nicht ausdenken, was passiert wäre, wenn der bulgarische KMP-Honda-Pilot und WM-Protagonist Petar Petrov (Honda) während der ADAC MX Masters Wertungsläufe in Tensfeld erneut gestürzt wäre, denn Petrov startete mit gebrochenem Halswirbel C6, der bei einem erneuten Sturz oder auch nur einer ungünstigen Bewegung das Rückenmark hätte beschädigen oder durchtrennen können.

Das Unglück geschah bereits in der 4. Runde des Freien Trainings, als ein Fahrer nach einem weiten Sprung stürzte, die gelben Flaggen noch nicht geschwenkt wurden, Petrov auf dem Motorrad des gestürzten Fahrers landete und ebenfalls schwer stürzte.

Wie sich erst später herausstellte, hatte sich Petrov bei diesem Crash den Halswirbel C6 gebrochen. Der Bulgare ist mit dem gebrochenen Wirbel danach noch 3 Rennen gefahren und lieferte dabei 2 Top-10-Ergebnisse ab. Im 2. Lauf fiel er auf Platz 9 liegend mit technischem Defekt aus.

«Nun, was soll ich sagen», erklärte Petrov. «Ich habe mir den Wirbel C6 gebrochen. Unser Sport ist sehr gefährlich. Deshalb gibt es Streckenposten an der Rennstrecke, die sicherstellen, dass so etwas nicht passiert. Ich hoffe, dass dieser Zwischenfall eine Lektion für die Streckenposten ist und sie daraus lernen. Dieser Fehler hätte viel schlimmer ausgehen können. Die Streckenposten sollten ihren Job machen, so wie wir Fahrer unseren Job erledigen.»

Am kommenden Wochenende wollte Petrov eigentlich am WM-Lauf im tschechischen Loket teilnehmen. Daraus wird nach dieser schweren Verletzung natürlich nichts. Wie lange der Bulgare pausieren muss, ist derzeit ungewiss.

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