MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Chaz Davies’ Vorwurf an Ducati: «Mangel an Ideen»

Von Ivo Schützbach
Laguna-Seca-Sieger Chaz Davies

Laguna-Seca-Sieger Chaz Davies

15 Monate musste Chaz Davies warten, bis er in Laguna Seca wieder einen Superbike-WM-Lauf gewann – den ersten mit der neuen Ducati V4R. Ist der Erfolg auf einer seiner Lieblingsstrecken mehr als eine Eintagsfliege?

Laguna Seca, der letzte Event vor der achtwöchigen Sommerpause in der Superbike-WM, war das mit Abstand erfolgreichste Wochenende von Vizeweltmeister Chaz Davies in der Saison 2019.

Auf die zweiten Plätze im ersten Hauptrennen am Samstag und dem Sprintrennen am Sonntagmorgen, ließ der Waliser im zweiten Hauptrennen seinen ersten Sieg seit 15 Monaten folgen und distanzierte Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) um deutliche 3,333 sec.

Jetzt fragen sich die Verantwortlichen bei Ducati, wie groß der Laguna-Seca-Effekt war. Und ob sich Davies mit der Panigale V4R mittlerweile in einem allgemeingültigen Abstimmungsfenster befindet.

«Sicher liegt mir Laguna», grübelte der 32-Jährige im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Freitagmorgen war ich angepisst – wäre das Motorrad so geblieben, hätte ich es nicht einmal in die Top-5 geschafft. Es war nicht so, dass es bei Ducati einen Widerstand gegen meine Vorschläge gab. Es war eher so, dass es an Ideen mangelte. Wenn ein Abstimmungsfenster nicht funktioniert, dann muss man ein anderes aufmachen, damit ich bekomme, was ich brauche. Unser vorheriges Set-up-Fenster funktionierte mal besser, mal schlechter, insgesamt fühlte ich mich aber das ganze Jahr nie wohl. Das neue Fenster ist nicht perfekt, aber es öffnete uns eine neue Richtung.»

Dass Teamkollege Alvaro Bautista in der ersten Saisonhälfte 14 Rennen gewann, war für Davies’ Argumentation nicht hilfreich. «Das war mein Problem, als die Ergebnisse von Alvaro so gut waren», hielt der 30-fache Sieger fest. «Er hatte zwar die letzten Rennen viel Pech, seine Pace ist aber nach wie vor herausragend. Ich hatte schon das Gefühl, dass mir Ducati zuhörte. Aber es ist schwierig, wenn du dich in einer Situation befindest, wie ich es war. Ich beschwerte mich ununterbrochen und mein Teamkollege dominierte nach Belieben. Aber keine zwei Fahrer sind gleich, deshalb musst du so etwas ausblenden und dich auf dich selbst konzentrieren.»

WM-Stand nach Laguna Seca:

1. Jonathan Rea (Kawasaki), 433 Punkte
2. Álvaro Bautista (Ducati), 352
3. Alex Lowes (Yamaha), 220
4. Michael van der Mark (Yamaha), 215
5. Leon Haslam (Kawasaki), 202
6. Toprak Razgatlioglu (Kawasaki), 191
7. Chaz Davies (Ducati), 184
8. Tom Sykes (BMW), 170
9. Marco Melandri (Yamaha), 138
10. Sandro Cortese (Yamaha), 100
14. Markus Reiterberger (BMW), 60

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