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Rennsportwelt geschockt: Portimao-Boss Pinheiro tot

Von Ivo Schützbach
Trauer um Paulo Pinheiro (52)

Trauer um Paulo Pinheiro (52)

Paulo Pinheiro war ein Motorsport-Enthusiast, wie man ihn nur selten trifft. Er ist der Vater des Autodromo Internacional do Algarve in Portimao und brachte die Superbike-, MotoGP- und Formel-1-WM nach Portugal.

Die Nachricht vom Tod Paulo Pinheiros hat am Donnerstag im Fahrerlager von Donington Park alle überrascht und tief erschüttert. Der Portugiese verstarb am Abend des 10. Juli in einem Krankenhaus in Toulon in Frankreich, wie verschiedene portugiesische Medien übereinstimmend berichten. Laut der Nachrichtenseite «Sul Informacio», die sich auf Aussagen eines Familienfreundes bezieht, hatte Pinheiro seit Wochen mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und war deshalb im Krankenhaus in Behandlung. Woran er litt, ist nicht bekannt – Pinheiro wurde nur 52 Jahre alt.

Er ist der Vater des Autodromo Internacional do Algarve in Portimao und brachte die Superbike-, MotoGP- und Formel-1-WM nach Portugal.

Anfang der 1990er-Jahre war Paulo Pinheiro ein vielversprechender Nachwuchsfahrer in Portugal, ein Sturz beendete seine Karriere. Ich habe ihn 2008 kennengelernt, als die Superbike-WM der erste große Event auf der damals neuen Rennstrecke in Portimao war und sich seither zu einem Schmuckstück im Kalender entwickelt hat. Paulo war immer aufgeschlossen, freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit, öfter hatte er ein verschmitztes Lächeln im Gesicht. Er hat sich immer für seinen Traum eingesetzt und wusste auch zu leben.

Der Coup gelang Pinheiro in der Corona-Saison 2020, als er die Formel 1 nach 24 Jahren Pause nach Portugal zurückbrachte. Im gleichen Jahr gastierte auch die MotoGP-WM erstmals in Portimao und ist seither fix im Kalender.

«Die Einwohner von Portimao trauern und werden mit Stolz und großer Bewunderung das Andenken an einen entschlossenen Mann bewahren, einen Enthusiasten, der mit Blick auf die Zukunft und mit hochgekrempelten Ärmeln immer etwas bewegt und Geschichte geschrieben hat.»

In einer Beileidsbekundung bezeichnete die Stadtverwaltung den Präsidenten des Verwaltungsrats des Autodromo Internacional do Algarve auch als «einen Sohn» von Portimao, einen außergewöhnlichen Mann, der es gewagt hat zu träumen und seine Träume zu verwirklichen, wodurch sich die Stadt, Region und das Land international als Referenzziel für den Motorsport profilieren konnten.


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