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Aprilia RSV4: Schön und schnell

Kolumne von Alex Hofmann
Brünn 2009: Erster Sieg der Aprilia RSV4

Brünn 2009: Erster Sieg der Aprilia RSV4

«Für uns zählt nur eine Nummer – die 1», lautete die Ansage von Giampiero Sacchi und Luigi Dall’Igna, als ich im November 2007 in Noale im Aprilia-Büro Platz nahm.

Aprilia hatte sich damals fu¨r die Superbike-WM entschieden, und ich hatte die Schnauze voll vom Statistenleben in der MotoGP-Klasse. So waren wir uns schnell einig, und ich sass bereits Tage später auf dem ersten Prototyp der RSV4.

Die Rundenzeiten waren langsam, das Bike nicht sehr schön anzusehen, und es gab jede Menge technische Probleme. Die ersten im Fahrerlager ätzten schon u¨ber das Engagement der Italiener. Doch als ich draufsass, war mir von Anfang an klar, dass grosses Potenzial in diesem komplett neu entwickelten Motorrad steckt.

Dazu wurde mir auch sehr schnell bewusst, dass Aprilia nicht bereit war, Kompromisse zu akzeptieren: Jeder einzelne Techniker ging von Anfang an ans Limit, das Reglement wurde zu 100 Prozent ausgeschöpft, die Technik balanciert an der Grenze des Möglichen.

21 Monate später war es dann soweit: Das in meinen Augen schönste Superbike im Feld rollte in Bru¨nn mit Max Biaggi als Sieger u¨ber den Zielstrich. Eine ziemlich aussergewöhnliche Geschichte, die in Zeiten der Finanzkrise aber nicht hätte anders laufen du¨rfen. Nur der Sieg zählt in unserem Business.

Wenn die Piaggio Group Millionen in die Hand nimmt, um einen Hersteller wie Aprilia wieder aufleben zu lassen, erwarten sie auch ein ganz besonderes Produkt, um im hart umkämpften Markt bestehen zu können. Ich bin stolz, dabei gewesen zu sein und freue mich mit Aprilia. Die RSV4 hat Charakter, sieht aus wie ein italienisches Topmodel und gewinnt Rennen. In den vier Jahren seit dem Wiedereinstieg in die Superbike-WM wurde Max Biaggi zudem zweimal Weltmeister!

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