MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Cooper Webb (KTM/P2) «Licht am Ende des Tunnels»

Von Thoralf Abgarjan
Zwar profitierte Red Bull KTM Werksfahrer Cooper Webb von den Stürzen von Sexton und Stewart, aber insgesamt war der Titelverteidiger froh, dass er das ganze Rennen über mit der Spitzengruppe mithalten konnte.

Die erste Halbzeit der Saison 2022 hatte sich Red Bull KTM Werksfahrer und Titelverteidiger Cooper Webb definitiv anders vorgestellt. Nach Platz 2 beim Saisonauftakt in Anaheim war die Welt Anfang Januar noch in Ordnung. Danach ging es steil abwärts. Es folgten die Plätze 7,4 und weitere 8. Plätze in den 3 folgenden Rennen. Bis gestern stand Webb lediglich in Anaheim auf dem Podium. Seine Mission in Sachen Titelverteidigung war in sehr weite Ferne gerückt. Webbs Rückstand zu Tabellenführer Eli Tomac (Yamaha) betrug zuletzt 31 Punkte – mehr als die maximale Punkteausbeute eines ganzen Rennens.

In Minneapolis lief es nun endlich wieder besser. Webb zog den Holeshot im Finale. In Runde 8 musste er Sexton vorbeiziehen lassen und in Runde 11 passierten ihn Jason Anderson und Malcolm Stewart. Webb rangierte bis zur 21. von 26 Runden auf Rang 4. Nachdem Stewart stürzte, erbte er in Runde 22 den 3. Platz. In der vorletzten Runde ging Sexton zu Boden. Webb rückte damit wieder auf P2 nach vorne.

Klar ist: Webb ist von seiner Form und Dominanz des letzten Jahres noch weit entfernt. «Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels», kommentierte der Champion. «Immerhin konnte ich vorn in der Spitzengruppe mitmischen», freute er sich.

Ähnlich wie Roczen hadert auch Webb in diesem Jahr mit dem Setup seines Motorrades. «Wir haben in der letzten Woche viel getestet und einige gute Sachen herausgefunden», kommentierte er. «Ich möchte mich beim KTM-Team für die gute Arbeit bedanken. Wir sind zwar immer noch nicht dort, wo wir hin möchten, aber der heutige Tag lief insgesamt gut. Wir haben den Holeshot gezogen und ein paar Runden lang geführt. Die Stürze der Anderen haben mich dann auf das Podium gespült. Ich werde auf jeden Fall weitermachen und will es künftig wieder aus eigener Kraft aufs Podium schaffen. Dieses Jahr hatten wir einen schwierigen Saisonstart. Jetzt sehen wir aber endlich Licht am Ende des Tunnels.»

Tabellenführer Eli Tomac hatte in Minneapolis Probleme und musste sich mit Rang 6 begnügen. Webbs Rückstand zu Tomac auf Rang 5 konnte er damit auf 25 Punkte reduzieren.

Ergebnis Minneapolis, 450 ccm:

1. Jason Anderson (USA), Kawasaki
2. Cooper Webb (USA), KTM
3. Marvin Musquin (FRA), KTM
4. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna
5. Justin Barcia (USA), GASGAS
6. Eli Tomac (USA), Yamaha
7. Aaron Plessinger (USA), KTM
8. Ken Roczen (GER), Honda
9. Dylan Ferrandis (FRA), Yamaha
10. Justin Brayton (USA), Honda

Meisterschaftsstand nach Runde 7 von 17:

1. Eli Tomac (USA), Yamaha, 151
2. Jason Anderson (USA), Kawasaki, 148, (-3)
3. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 131, (-20)
4. Justin Barcia (USA), GASGAS, 128 (-23)
5. Cooper Webb (USA), KTM, 126, (-25)
6. Chase Sexton (USA), Honda, 123, (-28)
7. Marvin Musquin (FRA), KTM, 119, (-32)
8. Ken Roczen (GER), Honda, 107, (-44)
9. Dylan Ferrandis (FRA), Yamaha, 102, (-49)
10. Aaron Plessinger (USA), KTM, 97, (-54)

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