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24h Ring: Sensationelle Pole-Position für Porsche

Von Oliver Müller
Am späten Freitagabend sicherte sich Laurens Vanthoor im Manthey-Porsche den besten Startplatz für die 24 Stunden am Nürburgring. Der Werksfahrer unterbot dabei sogar den Rundenrekord von McLaren aus dem Jahre 2014.

Die Top-30-Qualifikation zu den 24 Stunden am Nürburgring bot in diesem Jahr ein Spektakel feinster Güte. Bei besten Streckenbedingungen rund um die 25,378 Kilometer lange Variante aus Nordschleife und GP-Kurs hatten es die Piloten einmal richtig fliegen lassen können. Am Ende jubelte Laurens Vanthoor, der sich im Rennen den Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing mit Kévin Estre, Romain Dumas und Earl Bamber teilt. Der Belgier schaffte eine unglaubliche Zeit von 8:09,105 Minuten. «Es ist einfach unglaublich, die Strecke so zu fahren - alleine und einfach Vollgas. Es war mega geil. In der ersten Runde habe ich noch einen Fehler gemacht. In der zweiten hat dann alles gepasst. Diese Position hilft für die ersten Stunden», war Vanthoor nach getaner Arbeit sichtlich bewegt.

Damit hat der 27-Jährige auch den bisherigen Rundenrekord aus dem Jahre 2014 geknackt. Diesen hatte seinerzeit mit 8:10,921 Minuten Kévin Estre im GT3-McLaren von Dörr Motorsport aufgestellt. Heute ist Estre genauso wie Vanthoor Werksfahrer bei Porsche. Und wie es der Zufall will, bestreiten sie das diesjährige Rennen sogar im selben Fahrzeug.

Lange hatte es danach ausgesehen, als ob ein ganz anderer Porsche-Werksfahrer die Pole-Position 2018 einfahren würde. Sven Müller erreichte im 911 GT3 R von Falken Motorsports #44 einen Wert von 8:09,522 Minuten. Erst kurz vor Ende der Top-30-Session musste sich Müller mit 0,417 Sekunden geschlagen geben. Und auch der dritte Platz ging an einen Porsche. Norbert Siedler hatte im Wagen vom Frikadelli Racing Team #31 am Ende einen Rückstand von 0,719 Sekunden. So einheitlich es auf den ersten drei Plätzen in Bezug auf das Fahrzeugmodell zuging, so unterschiedlich platzierten sich die Reifenhersteller. Mit Michelin (Manthey), Falken und Dunlop (Frikadelli) waren die Top-3-Porsche allesamt anders bereift.

Erst auf Position vier kam der erste Mercedes-AMG GT3. Hier hatte Maro Engel im Mercedes-AMG Team Black Falcon #4 einen Rückstand von 0,811 Sekunden. «Meine Runde war sehr gut. Ich habe alles rausgeholt und in der ersten Runde den Peak der Reifen voll genutzt. Gute Startposition für uns, aber es wird ein langes Rennen und darauf freuen wir uns», meinte Engel.

Dahinter folgte der Aston Martin Vantage GT3 von Nicki Thiim (+0,915). «Ich bin sehr zufrieden. Wir sind in den Top 5 und damit vorne dabei. Es macht so einen riesigen Spaß da draußen alleine zu fahren. Das ist für einen Rennfahrer etwas ganz besonderes - ein echter Traum», freute sich der schnelle Däne. Der nächste Manthey-Porsche #912 von Frédéric Makowiecki komplettierte die Top sechs (+0,932 Sekunden).

Unglaublich aber wahr: Auch noch die drei folgenden Mercedes-AMG GT3 von Daniel Juncadella im Mercedes-AMG Team Mann Filter #47 (+1,294 Sekunden), von dessen Teamkollege Maximilian Götz in der #48 (+1,417 Sekunden) und von Yelmer Buurman im Mercedes-AMG Team Black Falcon #5 (+1,618 Sekunden) lagen noch unter der Rekordrunde aus 2014.

Der Rennstart für die 46. Ausgabe der 24 Stunden vom Nürburgring erfolgt am Samstag (12. Mai) gegen 15:30 Uhr. Hier kann die vorläufige Startaufstellung eingesehen werden. 

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