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Böse Überraschung: Katastrophe für Honda und Kawasaki

Von Ivo Schützbach
Honda gewann dieses Jahr in Suzuka zum ersten Mal seit 2014

Honda gewann dieses Jahr in Suzuka zum ersten Mal seit 2014

Für gewöhnlich macht die Superbike-WM einen Bogen um den Termin des Langstrecken-Klassikers in Suzuka, damit SBK-Piloten beim Acht-Stunden-Rennen in Japan mitfahren können. Nicht so im nächsten Jahr.

Am 12. Oktober veröffentlichte der Motorrad-Weltverband FIM den vorläufigen Kalender der Endurance-WM 2023, das Suzuka Eight Hours ist auf das letzte Juli-Wochenende datiert.

Am 8. November präsentierte die Superbike-WM ihren Kalender. Die böse Überraschung: Die Veranstaltung in Most/Tschechien kollidiert mit dem Suzuka-Wochenende!

Beide Meisterschaften haben unterschiedliche Promoter und grundsätzlich nichts miteinander zu schaffen. Doch für die japanischen Hersteller ist Suzuka das wichtigste Rennen des Jahres und sie griffen dafür immer wieder auf Fahrer und Ressourcen aus der Superbike-WM zurück – früher auch aus MotoGP.

Bei Honda gibt es eine enge Abstimmung in der Entwicklung der CBR1000RR-R zwischen dem Superbike- und Endurance-Team. Dieses Jahr gewann der größte Hersteller den Langstrecken-Klassiker erstmals seit 2014 wieder und brachte neben Tetsuta Nagashima und Takumi Takahashi Superbike-Werksfahrer Iker Lecuona zum Einsatz.

Auf Lecuona kann Honda wegen der Terminkollision 2023 ebenso wenig zurückgreifen wie auf dessen spanischen Landsmann Xavier Vierge, den zweiten HRC-Werksfahrer.

Noch schlimmer trifft es Kawasaki. Die Grünen setzten dieses Jahr beide Superbike-WM-Piloten Jonathan Rea und Alex Lowes ein, außerdem Leon Haslam. Hinzu kam: Das SBK-Werksteam, hinter dem die spanische Firma Provec steckt, kümmerte sich um die Vorbereitung der ZX-10RR sowie die Logistik für das Rennen.

Die veröffentlichten Kalender der Endurance- und Superbike-WM für 2023 sind als provisorisch gekennzeichnet. Dass SBK noch etwas ändert, ist schwer vorstellbar. Viel wahrscheinlicher ist, dass Suzuka um eine Woche nach hinten und auf das erste August-Wochenende geschoben wird. An diesem Termin war das Rennen auch dieses Jahr.

Hinter den Kulissen laufen bereits die Drähte heiß: Denn es geht nicht nur um das Provec-Team und namhafte Fahrer wie Rea, Lowes und Lecuona, sondern um einige weitere aus dem SBK-Paddock.

Provisorischer Kalender Endurance-WM 2023:

13.–16. April Le Mans/Frankreich
15.–18. Juni Spa-Francorchamps/Belgien
28.–30. Juli Suzuka/Japan
14.–17. September Le Castellet/Frankreich

Provisorischer Kalender Superbike-WM 2023:

24.–26. Februar: Phillip Island/Australien
03.–05. März: Mandalika/Indonesien
21.–23. April: Assen/Niederlande
05.–07. Mai: Barcelona/Spanien
02.–04. Juni: Misano/Italien
30.–02. Juni/Juli: Donington Park/Großbritannien
14.–16. Juli Imola/Italien*
28.–30. Juli: Most/Tschechien
08.–10. September: Magny-Cours/Frankreich
22.–24. September: Aragón/Spanien
29.–01. September/Oktober: Portimão/Portugal
13.–15. Oktober San Juan/Argentinien

*Termin und Austragungsort vorbehaltlich Bestätigung

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