MotoGP: KTM denkt über neues Motorkonzept nach

Hard-Enduro: Die Weltmeisterschaft entstand aus Trotz

Von Robert Pairan
Jonny Walker

Jonny Walker

Im zweiten Jahr ihres Bestehens umfasst die Hard-Enduro-WM acht Events in acht Ländern. Mehrere von ihnen zählen zu den Klassikern der gar nicht mehr so jungen Sportart.

Die Hard-Enduro-Weltmeisterschaft ist eine neue Disziplin im FIM-Kalender. Sie startet vom 5. bis 7. April 2022 in ihr zweites Wettbewerbsjahr und entstand, weil der damalige Promotor der klassischen Enduro-Weltmeisterschaft Neuerungen gegenüber nicht so aufgeschlossen war, wie es sich verschiedene Interessensgruppen gewünscht hätten.

Doch tatsächlich war die World Enduro Super Series (WESS), die damals gebildet wurde, von Beginn an ein Erfolgskonzept, sowohl in sportlicher Hinsicht als auch in Hinblick auf die Präsenz bei den Fans und Medien. Wobei sich das Eine durch das Andere bedingte: Denn der spektakuläre Sport erfreut die Fans und die feste Verankerung in der Öffentlichkeit und die moderne mediale Begleitung auf vielen Kanälen gibt Veranstaltern und Fahrern den nötigen Rückhalt. Dabei sind Hard-Enduro-Wettbewerbe viel älter als man denkt, man erinnere sich nur an das legendäre Gilles-Lalay-Classic in den 1990er-Jahren, damals wurde auch das berühmte Erzbergrodeo von den Machern einer Zeitschrift erfunden.

Als die FIM als oberste Motorradsportbehörde selbst eine Hard-Enduro-Meisterschaft ins Leben rufen wollte, kam sie an der damaligen WESS nicht vorbei. So kam es zur Kooperation und dem neuen Namen FIM Hard Enduro World Championship.

Anfangs noch durch die Corona-Umstände veranstaltungstechnisch eingebremst, setzte die neue Meisterschaft in der vergangenen Saison ihre Erfolgsgeschichte nahtlos fort, der Brite Billy Bolt wurde erster Weltmeister.

Diese Saison betritt die junge Serie sogar echtes Neuland: Erstmals ist Israel auf die Landkarte des internationalen Motorradsports gerückt. Gleich nach der SuperEnduro-WM in Jerusalem geht es vom 5. bis 7. April tief hinab an die Ufer des Toten Meeres. Rund 400 Meter unter dem Meeresspiegel bietet sich ein nie erlebtes Offroad-Gelände der Spitzenklasse.

Favorit ist Titelverteidiger Billy Bolt, der eben erst die SuperEnduro-WM gewann. Sein schärfster Konkurrent, der Deutsche Manuel Lettenbichler, kann verletzungsbedingt nicht antreten, findet jedoch Ersatz im Sherco-Piloten Wade Young aus Südafrika. Das Engagement von Motorradherstellern wie Sherco und Beta beweist, dass die Serie weit über die anfangs belächelte «KTM-Meisterschaft» hinausgekommen ist.

Insgesamt acht Wettbewerbe quer über die Welt zählen 2022 zur Meisterschaft.

Kalender Hard-Enduro-WM:

5.–7. April Minus 400 / Israel
18.–21. Mai Xross / Serbien
16.–19. Juni Red Bull Erzbergrodeo / Österreich
9.–10. Juli Red Bull Abestone / Italien
26.–30. Juli Red Bull Romaniacs / Rumänien
13.–14. August Red Bull TKO / USA
27.–28. August Red Bull Outliers / Kanada
7.–9. Oktober Hixpania Hard Enduro / Spanien

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