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Nach Aus: Nico Hülkenberg sauer auf Sebastian Vettel

Von Andreas Reiners
Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg

Der US-GP war für Nico Hülkeberg sehr früh beendet. Anschließend war der Deutsche auf seinen Landsmann Sebastian Vettel nicht gut zu sprechen.

Für Nico Hülkenberg war der GP in Austin nach wenigen Metern beendet. Der Force-India-Pilot musste nach einer Kollision in der ersten Kurve aufgeben. Und der Emmericher, der von Platz sieben aus gestartet war, war ohne Frage angefressen. Denn für ihn war in den USA definitiv mehr drin.

Hülkenberg war nach dem Start in Kurve eins in ein Sandwich zwischen Sebastian Vettel und Valtteri Bottas geraten. Vettel war außen, Williams-Pilot Bottas innen. «Mir ist da schlicht und einfach der Platz ausgegangen», sagte Hülkenberg nach seinem fünften Ausfall in dieser Saison.

Und Hülkenberg, der 2017 für Renault fahren wird, war vor allem auf Vettel schlecht zu sprechen. «Ich muss sagen, dass Sebastian oben im Scheitelpunkt ziemlich aggressiv eingelenkt hat. Er hat mir da nicht sehr viel Platz gelassen», motzte Hülkenberg.

Hülkenberg weiter: «Ich glaube, dass er außen noch Platz gehabt hätte. Ich weiß nicht, ob er den nicht benutzen wollte. Ich konnte nirgendwo hin, weil ich innen noch ein Auto hatte. Ich konnte mich nicht in Luft auflösen. Die Geschichte war ziemlich unglücklich.» Die Rennkommissare leiteten anschließend eine Untersuchung ein – allerdings nicht gegen Vettel, sondern gegen Hülkenberg und Bottas, sprachen beide aber letztendlich frei.

Für Hülkenberg ist es «einfach nervig und sehr, sehr frustrierend, dass man das ganze Wochenende hart arbeitet, und das Rennen dann so schnell unverschuldet zu Ende ist». Und Hülkenberg ging auch davon aus, dass wenn nichts Unvorhergesehenes passiert wäre, er um Platz sieben hätte fahren können, sprich um wichtige Punkte für Force India im Kampf um Platz vier in der Konstrukteurswertung. Da wusste er allerdings noch nicht, dass später sowohl Kimi Räikkönen und Max Verstappen ausfielen. Es wäre also wesentlich mehr drin gewesen.

Auf die Frage, ob er eine Aussprache mit Vettel suchen werde, antwortete Hülkenberg nur: «Mal schauen.» Viel zu reden werden die beiden nicht haben, denn Vettel ist sich keiner Schuld bewusst. «Ich habe ihn nicht gesehen, deshalb wusste ich nicht, wohin er wollte», sagte Vettel, der sich auf die Gruppe vor ihm konzentriert und versucht habe, ein bisschen später als die Red Bulls zu bremsen.

«Als ich eingelenkt habe und in der Mitte der Kurve war, bekam ich den Schlag», so Vettel weiter. Im Gegensatz zu Hülkenberg konnte der viermalige Weltmeister das Rennen allerdings als Vierter beenden.

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