MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Vor Singapur-GP: Smog-Alarm, Schulen geschlossen

Von Mathias Brunner
Trübe Aussichten in Singapur

Trübe Aussichten in Singapur

​Im asiatischen Stadtstaat gibt es nur zwei Themen: Die Dürre und die Smog-Glocke. Meteorologen sagen – besser wird es so bald nicht. Schuld an der schlechten Luft sind unkontrollierte Waldbrände in Indonesien.

Singapur begrüsst uns unter einer Dunstglocke. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel sagt unser Taxifahrer: «Singapur und Malaysia leiden unter dem Rauch, der von den Waldbränden in Indonesien erzeugt wird. Je nach Windrichtung kann das hier richtig kritisch werden. Es hilft auch nicht, dass es seit drei Wochen nicht geregnet hat. Ich lebe jetzt seit dreissig Jahren hier, aber so etwas habe ich noch nie erlebt.» Ein kurzer Augenschein bei einem Wahrzeichen von Singapur, dem Merlion, zeigt – das jenseits der Bucht liegende Marina Bay Sands-Hotel ist teilweise kaum auszumachen.

In Malaysia sind 636 Schulen geschlossen worden, 400.000 Schüler blieben zuhause. 200 Flüge von Sumatra und Kalimatan sind entweder verspätet oder gar nicht abgewickelt worden. Auf Sumatra (der sechstgrössten Insel der Welt) werden gewaltige Waldgebiete abgebrannt, um Raum für die Landwirtschaft zu gewinnen. Der Rauch zieht dann aus Richtung Südwesten nach Singapur weiter. Ein Problem, das nicht neu ist.

Die Luftqualität in Singapur schwankt: Die Gesundheitsbehörde des Stadtstaates informiert stündlich über die Luftqualität, nach «Pollutant Standards Index» (PSI), die Werte liegen zwischen 90 und 105 PSI, Tendenz steigend. Alles, was über 100 liegt, wird in Singapur als ungesund eingestuft. In der Stadt tragen zahlreiche Menschen bereits N95-Masken – die so heissen, weil sie 95 Prozent schmutziger Luftpartikel filtern sollen.

Die nationale Gesundheitsbehörde warnt vor übermässigem Training im Freien und rät Kranken, Schwachen, Älteren und Schwangeren, sich nicht zu lange draussen aufzuhalten. Gerüchte, wonach wegen der Dunstglocke der Grand Prix in Gefahr sei, sind übertrieben. Davon kann derzeit keine Rede sein.

Basierend auf den gegenwärtigen Verschmutzungswerten gibt es momentan keinen Anlass, die geplanten Änderungen für Renn- und Rahmenprogramm zu ändern. Die Situation mit dem Dunst kann sich sehr schnell ändern, nicht nur von Tag zu Tag, sondern fast von Stunde zu Stunde. Daher ist es unmöglich vorherzusagen, welche PSI-Werte am Wochenende erreicht werden.

Die GP-Organisatoren arbeiten eng mit den betreffenden Regierungsbehörden zusammen, um die bestmöglichen Voraussagen zu erhalten. SingaporeGP hat eine ganze Reihe von Massnahmen fürs Rennwochenende bereit. So werden auf der eigenen Internetseite die aktuellsten PSI-Werte gezeigt, falls dies notwendig werden sollte, darüber hinaus auch etwaige Tipps der Gesundheitsbehörden. Entsprechende Informationen werden auf Videowänden rund um die Strecke eingeblendet. Es wurden genügend N95-Masken angeschafft, die falls notwendig an die GP-Besucher abgegeben werden. Alle Sanitätsposten sind darauf vorbereitet, auf gesundheitliche Probleme durch Luftverschmutzung reagieren zu können.


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