MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Neue Reifen-Regel – wenn alle GP-Teams dafür sind

Von Adam Cooper
Die Fahrer gehen in Monza ins Abschlusstraining

Die Fahrer gehen in Monza ins Abschlusstraining

​Ein alter Zopf soll abgeschnitten werden: wonach ein Fahrer mit jenen Reifen ins Rennen gehen soll, mit welchem er im zweiten Quali-Teil gefahren ist. Aber für eine Änderung müssen alle Teams zustimmen.

Viele Fans haben diese Regel nie verstanden: Ein Formel-1-Fahrer muss mit jenen Reifen den Grand Prix starten, mit welchem er im zweiten Quali-Segment seine schnellste Zeit erzielt hat. Nun will der Autoverband FIA diese Regel aus dem Reglement 2020 streichen. Die Krux dabei – um diese Änderung schon für die kommende Saison umzusetzen, müssen alle GP-Teams einwilligen.

Wieso wurde diese Regel überhaupt eingeführt? Die Denke damals war – das Startfeld sollte ein wenig durchmischt werden. Die Regelhüter gingen davon aus: Die schnellsten Fahrer werden ohnehin die weichste Mischung verwenden und müssen mit diesem weniger dauerhaften Reifen dann früher zur Box.

In der Theorie war dieser Ansatz richtig. In der Praxis hat sich gezeigt: Die Autos der drei Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing sind teilweise so krass überlegen, dass sie es sich leisten können, im zweiten Quali-Segment mit einer härteren Mischung zu fahren, aber trotzdem den Sprung in die Top-Ten zu schaffen, und dann den Vorteil geniessen, mit dem haltbaren Pirelli zu starten.

Um eine solche Regel zur folgenden Saison zu ändern, muss an sich eine Frist eingehalten werden, Stichtag ist jeweils der 30. April. Für Änderungen danach ist von den Teams ein einstimmiges Ja vonnöten. Mit dieser Entscheidungsfindung ist sich die Formel 1 in den vergangenen Jahren wiederholt selber im Weg gestanden.

Unklar ist, ob die FIA es schaffen wird, die Zustimmung aller Rennställe zu erhalten.

Die FIA möchte zudem die Anzahl Probestarts verringern. Hintergrund: Mit weniger Übung entsteht beim richtigen Start ein grösseres Element der Unwägbarkeit. Sollte dies durchkommen, dann gäbe es im freien Training keine Probestarts mehr aus der Boxengasse heraus.

Erlaubt wären hingegen Probestarts auf der Startaufstellung am Ende des ersten und des dritten freien Trainings – so wie das seit Jahren in Monte Carlo gemacht wird, weil dort Probestarts am Ende der Boxengasse aufgrund der engen Ausfahrt nicht möglich sind.


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