Comeback von Sergio Pérez: «Mehrere Angebote»

Sergio Pérez
Eigentlich hätte Sergio Pérez auch 2025 Red Bull Racing fahren sollen, bei jenem Rennstall, für den er 2023 WM-Zweiter geworden war. Aber im Frühling 2024 war «Checo» in eine Formkrise geschlittert, von welcher er sich nicht erholte – schwache Leistungen in den Abschlusstrainings, zahnlose Fahrten in den Rennen.
Pérez, von 2020 bis 2023 immer unter den ersten Vier in der Fahrer-WM, wurde nach 281 GP-Wochenenden in den Zwangsurlaub geschickt. Aber der sechsfache GP-Sieger glaubt fest daran, dass er 2026 in die Königsklasse zurückkehren kann.
Gegenüber meinem Kollegen Lawrence Barretto von der offiziellen Formel-1-Seite sagt Pérez: «Die Trennung kam ziemlich spät, und ich hatte das so nicht erwartet. Am Rennwochenende von Katar wurde das Bild ein wenig klarer, und wir haben angefangen, darüber zu verhandeln, wie wir den Vertrag auflösen. Dann ging alles sehr schnell.»
Pérez hat viel Zeit mit seiner Familie verbracht. «Es hat gut getan, nach all diesen Jahren mal einen Schritt zurückzutreten und tief durchzuatmen, den Sport von aussen zu sehen und mir darüber klar zu werden, welche Reise ich hinter mir habe. Ich bin in einer sehr privilegierten Position, denn ich weiss, dass ich aus meinen Möglichkeiten das Beste geholt habe.»
Klar fragen sich viele Fans: Wie geht es nun weiter mit «Checo»? Sergio sagt: «Ich kehre dann zurück, wenn ich ein Projekt finde, das mich voll und ganz motiviert, mit einem Team, das an mich glaubt, wo ich meine Erfahrung einbringen kann; wenn all das gegeben ist, dann würde ich ein solches Angebot gründlich anschauen.»
«Ich habe mir sechs Monate Zeit gegeben, um in Ruhe alles zu studieren, was vor mir auf dem Tisch liegt, und zu entscheiden, wie es mit meiner Karriere weitergeht. Es gibt einige interessante Projekte. Ich habe mehrere Angebote verschiedener Rennställe erhalten, und wir sprechen mit einigen Parteien.»
«Aber nochmals – das muss ein Projekt sein, auf das ich mich voll einlassen kann. Wenn du mal eine Pause einlegst, dann merkst du auch wieder, wie viel du für diesen Sport opferst. Da muss mich eine neue Aufgabe schon fesseln.»
«Es ist schön zu spüren, dass du noch begehrt bist als Rennfahrer. Einige Leute, so scheint mir, haben ein kurzes Gedächtnis in der Formel 1. Innerhalb weniger Rennwochenenden ist vergessen, was du alles geleistet hast. Aber es gibt auch Menschen, die verstanden haben, dass meine Lage nicht die einfachste war. Alles in allem habe ich mich in der Königsklasse sehr gut geschlagen.»
«2024 konnte ich zu wenig zeigen, was in mir steckt. Und nun wird einigen Leuten klar, dass der Wagen vielleicht doch nicht so einfach zu fahren war. Auch andere sehr gute Rennfahrer haben sich da schwergetan, Alex Albon oder Pierre Gasly.»