MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

FIA wusste schon 2007: Turbo-Motoren zu wenig laut

Von Adam Cooper
Der Sound der Turbomotoren riss in Melbourne niemand vom Hocker

Der Sound der Turbomotoren riss in Melbourne niemand vom Hocker

Der Sound der neuen Turbomotoren von 2014 ist seit dem Grand Prix von Australien Gesprächsthema Nummer 1, die FIA ist von der Kritik der Fans jedoch nicht überrascht.

Der Chef der Strecke in Melbourne, Ron Walker, beschwerte sich postwendend, dass er nicht die Show bekommen habe, für die er bezahlt hatte. In der Tat wurde die FIA aber bereits vor sieben Jahren darauf hingewiesen, dass das Motorgeräusch zum Problem werden könnte, wenn die Formel 1 auf Turbomotoren umsteigt.

Im Juni 2007 erstellte die FIA ein Dokument mit dem Namen «Formel 1 2011: Antriebsstrang-Reglement Rahmenplan» mit dem Untertitel «Eine Informationsnotiz für das Treffen des Berater-Komitees der Formel 1 Hersteller, Juni 2007.» Es wurde von Max Mosley in Auftrag gegeben und von den FIA-Beratern Tony Purnell und Peter Wright ausgearbeitet und enthielt Richtlinien, die schließlich zu den neuen Regeln führten, wenn auch drei Jahre später als ursprünglich angedacht.

Es gab im Laufe der Zeit zwar noch mehrere Dokumente und viele (aber nicht alle) wurden auch in das Reglement für 2014 aufgenommen, das von Max Mosleys Nachfolger Jean Todt durchgedrückt wurde.

Purnell und Wright waren sich darüber im Klaren, dass man die Fans berücksichtigen müsse und schrieben: «Der Hauptpunkt wird sein, der emotionalen Attraktion der Formel 1 für die Fans nicht zu schaden. Insbesondere muss ihre technische Ehrfurcht und der reine Speed beibehalten werden.»

Bezüglich des Geräuschs der 2,2-Liter-V6-Motoren, die damals geplant waren, schrieben sie: «Das Geräusch der hohen Drehzahlen wird durch etwas ersetzt werden, das wir nicht kennen, aber es wird leiser werden. In unseren Augen ist das Risiko, dass der Sound unattraktiv sein könnte, ein Risiko, das man eingehen sollte. Leisere Autos stehen zu 100 Prozent im Einklang mit den Umweltanforderungen. Die einzigartigen und hochentwickelten Antriebseinheiten machen mit Sicherheit einen dramatischen, sehr andersartigen, eigenen Lärm.»

Es wird interessant sein zu beobachten, ob die FIA die Möglichkeit, den Sound für 2015 wieder etwas aufzudrehen, formell untersucht, vielleicht dadurch, dass sie ein neues Auspuffsystem vorschreibt.

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