MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Yamaha R6: Umkippsensor braucht nur mehr Zeit

Von Esther Babel
In Zolder gab es Verständigungsprobleme zwischen ECU und Sensor. Der tat seinen Dienst nicht wie vorgeschrieben. Bis Schleiz wurde die Entscheidung vertagt. Es lag lediglich am Faktor Zeit.

Beim IDM-Lauf im belgischen Zolder wurde unter anderem die Yamaha R6 von Freudenberg-Pilot Max Enderlein von den technischen Kommissaren kontrolliert. Und der Umkippsensor funktionierte nicht. Eigentlich ein Grund für einen Ausschluss vom Rennen. Doch der Sport-Kommissar entschied, die Sensor-Frage bis Schleiz zu vertagen, um Yamaha die Möglichkeit zu geben, das Problem, welches nicht zum ersten Mal auftrat zu klären.

Scheinbar funktionierte die Kommunikation von Umkippsensor, einem Standardteil, und der neuen Kit-Elektronik nicht. Die Kit-Elektronik wird nicht von Yamaha selber hergestellt, sondern kommt vom italienischen Zulieferer Mectronik. Frank Krekeler, der unter anderem auch im Team Freudenberg in Sachen Elektronik unterwegs ist, machte sich auf die Suche nach Infos und wurde fündig.

«Ganz einfach war es nicht, das Rätsel zu lösen», meint Krekeler. «Aber jetzt sind wir schlauer. Nach den Infos des Herstellers und dem genauen Lesen des Reglements klappt alles. Das Motorrad muss mindestens zehn Sekunden laufen, bevor der Umkippsensor reagiert. Wenn das Motorrad eben länger als zehn Sekunden an ist, funktioniert auch der Umkippsensor einwandfrei. Läuft das Motorrad kürzer, dann nicht. So lautet auch die Info vom Hersteller, die uns so vorher nicht zur Verfügung stand.»

«Ausserdem muss der Sensor nicht sofort, sondern innerhalb von 15 Sekunden seine Arbeit verrichten», erklärt Krekeler weiter. «Und das tut er auch. Ich habe das Motorrad von Enderlein in Schleiz nochmals vorgeführt, da funktionierte alles wie es soll innerhalb des Zeitrahmens. In Schleiz lief das Motorrad länger als zehn Sekunden und anschließend funktionierte der Umkippsensor von vier Sekunden.»

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