MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Martin Smolinski kehrt dem Langbahn-GP den Rücken

Von Ivo Schützbach
Martin Smolinski hat in der Langbahn-WM in kürzester Zeit riesigen Eindruck hinterlassen. 2014 konzentriert sich der 28-Jährige ganz auf den Speedway-Sport.

Kaum hatte sich Martin Smolinski auf der Langbahn probiert, war er auch schon Vizeweltmeister 2012. Dass er dieses Jahr in der WM nur auf Rang 7 liegt, bei noch zwei ausstehenden Grands Prix, ist seinem verletzungsbedingten Fehlen beim Marmande-GP geschuldet.

Smolinski gibt nicht nur auf der Strecke Gas, er nimmt auch abseits kein Blatt vor den Mund. «Die FIM redet nur und es geht nichts vorwärts. Bei 99 Prozent der Fahrer schaut es in der Box aus wie im Kuhstall. Die Langbahn-Verantwortlichen sitzen im Hotel, trinken ein Bier und lassen sich dafür von der FIM bezahlen.» Mit diesen Aussagen schockierte der Bayer im Juni die heile Bahnsport-Welt.

Zuletzt konnte auch der vierfache Weltmeister Egon Müller nicht mehr still sein, die Versäumnisse im Langbahn-GP tun ihm weh: «Der ganze Langbahn-Zirkus schießt sich immer weiter ins Abseits, steht am Laternenpfahl ganz unten. Wo ist der Glanz eines Langbahn-Sportlers im Verhältnis zu den Speedway-Profis?»

Keine Zeit für den Langbahn-GP

Da ist es nicht verwunderlich, dass Martin Smolinski, der sich vergangenen Samstag im englischen Poole so gut wie sicher für den Speedway-Grand-Prix 2014 qualifiziert hat, zukünftig auf die Kurzbahn konzentrieren wird. «Wenn es die Zeit hergibt, fahre ich für meine Fans einige Langbahnrennen, die sich finanziell lohnen», sagte Smoli zu SPEEDWEEK.com. Das Thema Langbahn-GP hat sich für den Olchinger aber erledigt: «Das ist zeitlich nicht möglich.»

Nicht möglich ist ein Doppelstart auch alleine deshalb, weil es der Motorrad-Weltverband FIM die letzten 15 Jahre regelmäßig versäumt hat, die Termine des Langbahn- und Speedway-GP aufeinander abzustimmen, Überschneidungen sind keine Seltenheit.

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