MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Valencia: Jorge Lorenzo verkündet Rücktritt

Von Günther Wiesinger
Jorge Lorenzo hat sich entschieden

Jorge Lorenzo hat sich entschieden

Monatelang wehrte sich Jorge Lorenzo gegen die Rücktrittsgerüchte, bis er am Donnerstag in Valencia bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz verkündete: «Das wird mein letztes Rennen sein.»

Spätestens seit seinem Comeback in Silverstone verfolgten Jorge Lorenzo die Rücktrittsgerüchte auf Schritt und Tritt: In den sieben Grand Prix, die der 32-Jährige nach der in Assen erlittenen Wirbelverletzung (sechster Brustwirbel gebrochen, achter Brustwirbel angerissen) bestritten hat, kam er auf gerade einmal sechs WM-Punkte und verlor teilweise 55 Sekunden auf den Sieger. «Die Angst fährt mit», attestierte ein prominenter Ex-Rennfahrer.

Das ruhmreiche Repsol Honda Team hat in knapp 26 Jahren 179 Siege (davon 126 in der MotoGP, 53 in der 500-cm-WM) erobert, dazu 15 WM-Titel (Doohan 4, Rossi 2, Crivillé 1, Hayden 1, Stoner 1, Marc Márquez 6) und total 444 Podestplätze. In der gesamten Saison gelang Lorenzo auf der RC213V kein Top-10-Platz. Trotzdem hielt er an Durchhalteparolen fest («In meinem Kopf existiert die ‚Ich gebe auf’-Möglichkeit jetzt nicht.») und bekräftigte immer wieder, dass er seinen bis Ende 2020 laufenden Vertrag mit Repsol Honda erfüllen wolle – bis zum heutigen Donnerstag. In Valencia lud er zu einer außerordentlichen Pressekonferenz, bei der auch Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta anwesend war.

«Ich habe immer gedacht, dass es im Leben eines Rennfahrers vier bedeutendeTage gibt: Der erste ist dein erstes Rennen, der zweite ist dein erster Sieg, dann der erste WM-Titel – nicht jeder schafft das, aber manche von uns erreichen es – und dann der Tag des Rücktritts. Ich bin heute hier, um zu verkünden, dass dieser Tag für mich gekommen ist», erklärte Lorenzo und erntete langen Applaus von seinen Rennfahrerkollegen, Wegbegleitern, Verantwortlichen und Medienvertretern. «Das wird mein letztes Rennen in der MotoGP sein, dann werde ich mich als professioneller Rennfahrer zur Ruhe setzen», ergänzte er.

Nach 297 Grand Prix und 18 Jahren in der Motorrad-WM ist somit Schluss: Der fünffache Weltmeister (2015, 2012 und 2010 in der MotoGP-Klasse sowie 2006 und 2007 in der 250er-Klasse) feierte in seiner Karriere 68 GP-Siege und stand insgesamt 152 Mal auf dem Podest.

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