MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Was Kevin Schwantz der neuen Suzuki GSX-R1000 zutraut

Von Kay Hettich
Zwei Weltmeister auf der neuen Suzuki: Kenny Roberts jr. (li.) und Kevin Schwantz

Zwei Weltmeister auf der neuen Suzuki: Kenny Roberts jr. (li.) und Kevin Schwantz

In der Superbike-WM 2018 werden wir zum ersten Mal die neue Suzuki GSX-R1000R sehen. MotoGP-Legende Kevin Schwantz hält das neue Modell für deutlich besser, als die Vorgängermaschine.

Das italienische Team Grillini steigt für 2018 von Kawasaki auf Suzuki um. Einigt sich das deutsche Team HPC-Power von Denis Hertrampf mit dem potenziellen Hauptsponsor Eighty One Powerdrink, sehen wir nächste Saison sogar vier GSX-R1000R in der Startaufstellung.

Wie stark die neue Suzuki ist, bewies Toni Elias in der US-Meisterschaft 2017: Zehn Siege und 18 Podestplätze in 20 Rennen. Sylvain Guintoli konnte mit ihr ein Rennen in der Britischen Meisterschaft gewinnen.

Kevin Schwantz wurde von Suzuki zum Vergleichstest zwischen der alten und der neuen GSX-R 1000R gebeten. Das Fazit des 53-Jährigen fällt eindeutig aus: Das neue Modell spielt in einer anderen Liga.

«Die neue GSX-R ist das technisch fortschrittlichste Motorrad, das ich je gefahren bin. Das geringe Gewicht, die Agilität, Richtungswechsel, Motorleistung und Beschleunigung... es ist ein geniales Bike», erzählte der 500er-Weltmeister von 1993. «Die Leistungsentfaltung ist so linear, wie sie nur sein kann. Der Vierzylindermotor hat unglaubliches Drehmoment. Der Motor schiebt von unten bis in den roten Bereich gewaltig an. Der Quick-Shifter ist im Vergleich zum Vorgänger-Motorrad komplett neu. Will man Herunterschalten, braucht gar nicht darüber nachzudenken, man tut es einfach. Auch das Hochschalten funktioniert total einfach. Das Getriebe ist einer der stärksten Punkte bei Suzuki.»

Trotz seiner stattlichen Größe passte der US-Amerikaner gut auf das Superbike. «Bei einigen Superbikes sind die Fußrasten so hoch und die Sitzposition ist wiederum sehr niedrig... auf der GSX-R fühlt man sich auf Anhieb sehr wohl», so Schwantz. «Lenker, Brems- und Schalthebel sind bequem. Auf dem Sitz hat man ausreichend Platz, um in Kurven das Gewicht nach vorne oder hinten zu verlagern. Das Fahrwerk konnte ich gut mit dem alten Bike vergleichen. Das neue Rahmen macht das Bike viel handlicher. Richtungswechsel gehen einem so leicht von der Hand wie bei einer 600er oder 250er. Die GSX-R lässt sich spielerisch von der einen zur anderen Seite umlegen, sie fällt geradezu in die Kurven.»

«Die Front der GSX-R ist unglaublich. Die beiden 320-mm-Brembo-Scheiben in Verbindung mit der unglaublich steifen Vordergabel vermitteln dir beim Anbremsen von Kurven ein sehr positives Gefühl. Die Showa BFF Gabel sieht aus, als komme sie direkt aus der MotoGP-WM. Die Elektronik ist ein Supercomputer. Sie hilft das Bike besser in Balance zu halten, reguliert die Motorleistung in der Beschleunigung oder verhindert Wheelies. Und man kann alle Parameter nach seinen Wünschen verändern. Ich hatte nie Zweifel, dass die Elektronik gut arbeitet – und bei der Power der GSX-R kann man die Fahrassistenzen ohne Zweifel gut gebrauchen!»

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