MotoGP: Yamaha steigt um auf V4-Motor

Michael Rinaldi (Ducati) will keine Toprak-Kopie sein

Von Kay Hettich
Toprak Razgatlioglu ist ein Meister auf der Bremse

Toprak Razgatlioglu ist ein Meister auf der Bremse

In der Superbike-WM 2021 bestätigt sich Toprak Razgatlioglu und die Yamaha R1 als das stärkste Paket. Warum Ducati-Ass Michael Rinaldi nicht daran denkt, den WM-Leader zu kopieren.

13 Siege, 28 Podestplätze und eine WM-Führung von 30 Punkten trotz drei unverschuldeter Nuller – in der Superbike-WM 2021 läuft vieles auf Toprak Razgatlioglu als Weltmeister hinaus. Der Yamaha-Star benötigt beim Saisonfinale auf der Insel Lombok/Indonesien im ersten Rennen sieben Punkte mehr einfahren als Titelverteidiger Jonathan Rea (Kawasaki), um die Entscheidung herbeizuführen.

Der schnelle Türke machte in diesem Jahr fahrerisch den Unterschied aus. Seine schlagkräftigste Waffe ist seine überragende Fähigkeit auf der Bremse, durch die er selbst auf langen Geraden ein Leistungsmanko seiner Yamaha wettmacht.

«Ich wünschte, ich könnte bremsen wie Toprak», gab Ducati-Werkspilot Michael Rinaldi im Gespräch mit SPEEDWEEK.com zu. «Jeder Fahrer hat eine bestimmte Stärke und jeder weiß, das Bremsen ist die seine. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man als Fahrer seine eigene Stärke ausbauen muss. Wenn man versucht, einen anderen Fahrer zu kopieren, kann man nur eine schlechte Version sein. Toprak ist ein sehr starker Fahrer, das wissen wir, und seine Yamaha funktioniert auf allen Rennstrecken gut. Er verdient Siege und die Meisterschaft, weil er in jedem Rennen vorne dabei ist.»

Der Italiener hat ein anderes Erfolgsrezept, das ihm in der Superbike-WM 2021 bisher drei Siege bescherte.

«Ich fahre einen hohen Kurvenspeed und werde mich hüten zu versuchen, so stark wie Toprak auf der Bremse zu sein – das werde ich nicht schaffen. Ich würde in diesem Bereich nie so stark sein wie er – er ist einzigartig», hielt Rinaldi fest. «Natürlich muss man an seinen Schwachstellen arbeiten, über die man sich aber zuerst im Klaren sein muss. Es gilt für mich also, mich in den Bremszonen zu verbessern, gleichzeitig aber meine Stärken nicht zu vernachlässigen. Das ist der einzige Weg, um ein besserer Fahrer zu werden.»


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