O’Halloran in Assen: Bonus für Yamahas SBK-Projekt

Jason O'Halloran in Portimao
Dass sich Jonathan Rea beim letzten Wintertest vor dem Saisonauftakt auf Phillip Island bei einem Sturz eine langwierige Verletzung zugezogen hatte, war für Yamaha doppeltes Pech. Denn die R1 hat dank Super-Concessions-Parts Fortschritte gemacht, und wenn der leistungsstärkere Motor einsatzbereit ist, wird die Yamaha noch konkurrenzfähiger sein. Dann könnten die fahrerischen Qualitäten des sechsfachen Weltmeisters den Unterschied ausmachen, aber der Nordire wird nach Australien und Portugal auch das Meeting auf seiner Paradestrecke in Assen verpassen – mindestens.
«Wir vermissen Jonathan», bedauerte Niccolò Canepa, Road-Racing-Sportchef bei Yamaha Europe den Ausfall des 38-Jährigen. «Und es ist wirklich bitter, denn beim Wintertest in Portimão war er sehr schnell. Er wäre am Rennwochenende stark gewesen und hätte mit Loka mithalten können. Hoffentlich ist er so bald wie möglich wieder bei uns.»
Zur Info: Locatelli hatte beim Europaauftakt mit den Plätzen 3, 5 und 4 das beste Meeting seit Langem abgeliefert.
Als Ersatz in Portimão kam Jason O’Halloran zum Einsatz, der zuvor keinen Test mit der R1 im Trimm der Superbike-WM absolvieren konnte. Es war keine Überraschung, dass der 37-Jährige in jeder Session hintere Positionen belegte.
«Für Jason war es eine sehr schwierige Aufgabe, Jonathan zu ersetzen, ohne das Motorrad und Portimão gut zu kennen», weiß Canepa. «Es war gut für ihn, das Bike zum ersten Mal zu fahren, da er unser Testfahrer ist und bis dahin keine Gelegenheit dafür hatte. Es war gut für ihn, einen ersten Eindruck vom Motorrad zu bekommen. Er machte einen soliden Job und verbesserte sich Schritt für Schritt. Vor seinem Sturz in Rennen 2 waren seine Rundenzeiten konkurrenzfähig und er hatte ein gutes Gefühl mit dem Motorrad.»
Der aus Wollongong in New South Wales stammende Australier wird auch in Assen für Rea einspringen. Yamaha weiß: Als Testfahrer ist jeder Renneinsatz von O’Halloran ein Bonus für das Superbike-Projekt.