MotoGP: Stefan Bradls Zukunft ist gesichert

Lukas Trautmann will 2016 international fahren – WM?

Von Ivo Schützbach
Lukas Trautmann zeigte in Jerez ein starkes Rennen

Lukas Trautmann zeigte in Jerez ein starkes Rennen

Als Ersatzfahrer im Yamaha-Werksteam zeigte der Österreicher Lukas Trautmann im Superstock-1000-Cup in Jerez einen brillanten Einstand. Wie sich der 19-Jährige seine Zukunft vorstellt.

Die Yamaha-Stammpiloten Florian Marino und Kev Coghlan sind verletzt, in Jerez musste das Werksteam mit den Ersatzfahrern Lukas Trautmann und Mathew Scholtz ausrücken. Während der Südafrikaner als Zwölfter eine passable Leistung zeigte, sorgte Trautmann als Sechster für Begeisterung.

Erst in der letzten Runde verlor der Salzburger den fünften Platz an den letztjährigen Superbike-WM-Piloten Jérémy Guarnoni, sonst wäre Trautmann sogar bester Yamaha-Fahrer geworden.

SPEEDWEEK.com sprach mit dem aktuell Dritten der IDM Superstock.

Platz 6, hast du das erwartet?

Ich hatte meine Erwartungshaltung zurückgeschraubt, hier fahren die besten Stock-Jungs der Welt. Das Niveau ist extrem, man lernt viel, das Umfeld ist sehr professionell, das Bike ist ein Schritt weiter vorne als mein IDM-Bike. Das macht richtig Spaß, die vorne lassen es ordentlich fliegen. Die ersten zehn hier sind wie die ersten zwei in der IDM.

Um ein Haar wärst du in die Top-5 gefahren.

Ich habe unterschätzt, dass die Reifen so abbauen. Die anderen, die das ganze Jahr draufsitzen, haben die Erfahrung wie sich das Motorrad verhält, wenn die Reifen abbauen – das hat mir gefehlt. Nichtsdestotrotz haben wir einen guten Job gemacht – ohne zwei Testtage hier, wie die meisten anderen. So geht es hoffentlich in Magny-Cours weiter.

Du fährst Magny-Cours auch?

Wenn man sich durch Leistung empfehlen kann, ist es etwas anderes, wie man viel Blabla macht. Taten sprechen mehr als Worte. Ich hoffe, dass ich dort fahre.

Werner Daemen hat Interesse daran, dich 2016 in der IDM Superstock auf eine BMW S1000RR zu setzen.

Ich verhandle mit vielen Leuten, glaube aber, dass ich bei Yamaha bleiben werde. Sie standen auch in schlechten Zeiten zu mir, was im Motorsport nicht üblich ist.

Kannst du dir vorstellen, 2016 mit Yamaha Fulltime Superstock-1000-Cup zu fahren?

Das ist durchaus möglich, das würde mich sehr reizen. Auch die Langstrecken-WM. Ich muss mal mit dem Mandy Kainz reden.

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