MotoGP: Ducati-Erfolg kam nicht vom Motor

Tom Sykes Steckbrief

Rennfahrer
  • Vorname: Tom
  • Nachname: Sykes
  • Spitzname: Mr. Superpole
  • Webseite: www.tomsykes66.com
  • Twitter: TheRealTomSykes
  • Nationalität: Großbritannien
  • Geburtsdatum: 19.08.1985 in Huddersfield , Großbritannien (38 Jahre, 11 Monate)
  • Familienstand: Verheiratet
  • Wohnort: Huddersfield
  • Größe: 173 cm
  • Gewicht: 80 kg
  • Hobbys: Kart fahren, relaxen
  • Lieblingssportart(en): Motorsport
  • Lieblingsstrecke: Donington Park
  • Lieblingsspeise(n): Thailändische Küche
  • Lieblingsmusik: Easy Listening

Über Tom Sykes

Letzte Aktualisierung:

Tom Sykes startete seine Karriere in der Britischen Supersport-Meisterschaft. In der Zeit von 2003 bis 2005 belegte er die Plätze 8, 5 und 6. 2006 wurde er Vizemeister.

Sein Debüt in der Britischen Superbike gab er 2007 auf einer Stobart-Vent-Axia-Honda. Auf dem Croft Circuit errang er seine ersten beiden Podiumsplätze: Beide Rennen beendete er auf dem dritten Platz. In der Gesamtwertung erreichte er Platz 6.

2008 ging Sykes für das Rizla-Suzuki-Team in der Britischen Superbike Meisterschaft an den Start und beendete die Saison mit 316 Punkten als Vierter. Im selben Jahr nahm er als Wildcard-Pilot an den Superbike-WM-Läufen in Brands Hatch und Donington Park teil und erreichte im ersten Lauf in Donington knapp geschlagen Platz 2 hinter Troy Bayliss (AUS/Ducati).

Seine beeindruckende Leistung verhalf ihm zu einem Vertrag mit dem Yamaha-Motor-Italia-Team für die Saison 2009. Aber der Brite bekam mit Ben Spies (USA) einen starken Teamkollegen, der von Sieg zu Sieg eilte und am Ende der Saison Superbike-Weltmeister wurde. Zu selten konnte Sykes aus dem übermächtigen Schatten des Amerikaners hervortreten und glänzen. Die Saison beendete er ohne Podiumsplatzierung auf dem 9. Rang. Zu wenig für Yamaha: Der Vertrag von Sykes wurde nicht verlängert.

Sykes fand 2010 bei Kawasaki Unterschlupf und mauserte sich, auch begünstigt durch eine Verletzungsserie seines Stallgefährten Chris Vermeulen (AUS), zur Nummer 1. 2011 beendete der Brite auf dem Nürburgrung die lange Durststrecke siegloser Rennen von Kawasaki. Seit dem neuen Modell der Kawasaki Ninja ZX10-R ist Sykes ein permanter Anwärter auf die Pole-Position und die Siege.

2012 mischte Sykes mit der nun konkurrenzfähigen Kawasaki um den Titel mit. Beim Saisonfinale in Magny-Cours waren er selbst und Superstar Max Biaggi (Aprilia) die einzig verbliebenen WM-Kandidaten. Denkbar knapp verpasste Sykes mit vier Laufsiegen und neun weiteren Podesplätzen sowie neun Pole-Position den WM-Titel nur um einen halben Punkte (gegen Max Biaggi).

2013 peilte Sykes erneut den WM-Titel an. Seine Hauptgegner waren die Aprilia-Piloten Eugene Laverty und Sylvain Guintoli sowie BMW-Ass Marco Melandri. Mit acht Pole-Position untermauerte Sykes seine Stärke im Zeittraining und holte wie im Vorjahr neun Laufsiege, dazu vier zweite und fünf dritte Ränge. Mit 23 Punkten Vorsprung wurde er am Ende souveräner Weltmeister.

In der Saison 2014 galt Sykes erneut als Favorit auf den WM-Titel. Mit acht Laufsiegen und vier Poleposition gehörte der Brite zu den stärksten Piloten, doch wie schon 2012 verpasste Sykes seinen zweiten Titel mit nur sechs Punkten Rückstand auf Sylvain Guintoli (Aprilia) denkbar knapp.

Für die Saison 2015 erhielt Kawsaki-Urgestein Sykes mit Jonathan Rea einen starken Teamkollegen, der das neue Reglement (mehr Seriennähe) besser umsetzen konnte. Im Ergebnis wurde Sykes von seinem Landsmann vorgeführt, mit einem starken Schlußspurt konnte er noch den dritten WM-Rang einfahren.

Auch in der Saison 2016 hatte Sykes gegenüber Rea das Nachsehen, hielt den WM-Kampf aber bis zum letzten Saisonmeeting in Katar offen. Mit fünf Laufsiegen, neun zweiten und sechs dritten Plätzen wurde Sykes Vizeweltmeister.

Gegen seinen Teamkollegen Rea war Sykes auch 2017 machtlos und konnte nur zwei Siege, fünf zweite und neun dritte Plätze einfahren. Wegen einer Verletzung war der Brite gegen Saisonende nicht im Vollbesitz seine Kräfte und verlor den zweiten WM-Rang am letzten Rennwochenende in Katar an Chaz Davies (Ducati). 

Die Saison 2018 war die letzte Saison von Tom Sykes mit Kawasaki in der Superbike-WM. Die neunjährige Ära des Briten im Werksteam endete mit nur einem Sieg als WM-Vierter. Mit nun 48 Poles hat Sykes aber in dieser Saison den Pole-Rekord von Troy Corser deutlich überboten und ist alleiniger Mr. Superpole.

Für die Saison 2019 wechselt Sykes zum neuen BMW Motorrad-Werksteam, welches von SMR (Shaun Muir Racing) organisiert wird. Im strömenden Regen fuhr der 34-Jährige im ersten Rennen auf dem Misano World Circuit auf den zweiten Platz und sicherte dem Team den ersten Podestplatz. Insgesamt war es eine starke Saison für den Engländer. Bei 37 Rennen sicherte sich der erfahrene Superbike-WM-Pilot 25 Mal einen Platz in den Top-10, vier Podestplätze und eine Pole-Position beim Heimrennen in Donington Park. In der Gesamtwertung belegte er mit 223 WM-Punkten Platz 8.

Mit großen Erwartungen ging Sykes 2020 in seine zweite Saison mit BMW, doch die Hoffnungen auf verbesserte Ergebnisse erfüllten sich nicht. Nur einmal erreichte der Engländer beim Meeting in Barcelona ein Top-5-Ergebnis, die Saison beendete er als WM-Zwölfter. Der S1000RR fehlte es an Top-Speed, weshalb BMW für die Saison 2021 mit der M1000RR eine spezielle Superbike-Version entwickelte.

Aber das M-Modell war nicht der erhoffte große Wurf, für regelmäßige Top-5-Ergebnisse kam Sykes nicht infrage. Mit zwei Podestplätzen auf seiner Paradestrecke in Donington Park kam der Engländer nicht über den elften WM-Rang hinaus und sollte im Team BMW Motorrad von Scott Redding abgelöst werden. Das Angebot, zu Bonovo action zu wechseln,, empfand Sykes als Degradierung und lehnte ab.

Aber in der Superbike-WM 2022 waren alles guten Plätze bereits vergeben und Sykes kehrte in die Britische Superbike-Serie zum Ducati-Team von Paul Bird zurück. Die Rennstrecken der BSB und die V4R behagten Sykes aber nicht, nur zwei Siege, wieder in Donington, und der enttäuschende zwölfte WM-Rang die Bilanz.

Sykes wollte unbedingt noch einmal in die Superbike-WM zurückkehren und wurde für 2023 mit Puccetti Kawasaki einig. Er ging davon aus, dass er mit dem Motorrad, mit dem er seine größten Erfolge feierte, wieder um Top-5-Platzierungen kämpfen würde, aber die Saison wurde ein Desaster. Die ZX-10RR des Kundenteams war nicht auf dem Stand der Werksmotorräder und zudem nicht zuverlässig. Nach den ersten drei Meetings verbuchte der Weltmeister von 2013 fünf Ausfälle und erreichte nur eine Platzierung in den Punkten – als 15. im zweiten Lauf in Assen. Nach dem vierten Saisonmeeting in Barcelona schmiss der Engländer hin und trennte sich vom italienischen Team.

In Misano und Donington kehrte Sykes überraschend als Ersatz für den verletzten Michael van der Mark zu BMW zurück und erreichte auf seiner Paradestrecke in Donington als Neunter sein bestes Saisonergebnis. Mit elf WM-Punkten auf Rang 20 endete 2023 enttäuschend. Was Sykes 2024 machen wird, war Ende des Jahres nicht bekannt.

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