Formel 1: Selbst Nico Hülkenberg war überrascht

Yuki Tsunoda Steckbrief

Yuki Tsunoda

Yuki Tsunoda

Rennfahrer
  • Vorname: Yuki
  • Nachname: Tsunoda
  • Webseite: www.yukitsunoda.com/
  • Twitter: yukitsunoda07
  • Nationalität: Japan
  • Geburtsdatum: 11.05.2000, Japan (24 Jahre, 2 Monate und 1 Tag)

Über Yuki Tsunoda

Letzte Aktualisierung:
2016 war eigentlich schon alles vorbei. Yuki Tsunoda wollte nicht mehr, als alles danach aussah, dass Honda ihn nicht für die Formel 4 nehmen würde. Doch der Mann, der alles änderte, war Satoru Nakajima. «Der frühere Formel-1-Fahrer hat den Honda-Verantwortlichen ans Herz gelegt, mich zu befördern», sagt Tsunoda rückblickend.

Für alle Seiten eine goldrichtige Entscheidung: Yuki holte den Titel, bekam einen Platz im Red Bull Junior Team sowie im Honda Formula Dream Project. Im Endeffekt war das der Steigbügel für die Formel 1, in der er seit 2021 für AlphaTauri fährt.

Ein sportlicher Schlüssel war auch der Vater, der Yuki im Kartsport begleitete und wesentliche Grundlagen schuf. Als Mechaniker, Lehrmeister und Vorbild. «Mein Vater war immer mein Mechaniker, bis ich 15 Jahre alt war. Ich hätte mir keinen besseren Lehrer vorstellen können», so Tsunoda. «Er hat mich vor allem gelehrt, wie man auf der letzten Rille bremst und möglichst viel Schwung in die Kurven mitnimmt. Davon profitiere ich noch heute.»

AlphaTauri-Fahrer Yuki Tsunoda hat beim Grossen Preis von Bahrain 2021 das Kunststück fertig gebracht, gleich im ersten Grand Prix zu punkten – das schafften in den 25 Jahren davor nur 18 Fahrer, Hut ab! Der Japaner war der beste Neuling seit sechs Jahren, als Carlos Sainz 2015 in Melbourne Neunter wurde.

Tsunoda danach keck: «Ich will als erster japanischer Fahrer in der Formel 1 siegen.»

Bisherige Top-Ergebnisse seiner Landsleute: drei Podestplätze. Aguri Suzuki wurde beim Grossen Preis von Japan 1990 mit Lola-Lamborghini Dritter (hinter Ayrton Senna auf McLaren und Riccardo Patrese mit Williams), Takuma Sato wurde mit BAR-Honda in Indianapolis 2004 ebenfalls Dritter (hinter den Ferrari-Piloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello), Kamui Kobayashi schliesslich erobert zum Entzücken seiner Fans mit Sauber in Suzuka 2012 den dritten Platz hinter Sebastian Vettel (Red Bull Racing) und Felipe Massa (Ferrari).

Für den feinen neunten Rang in Bahrain hat Tsunoda viel Lob erhalten. Aber Punkte gleich im ersten Rennen sind keine Garantie auf eine grosse Formel-1-Karriere, wie sich auch bei Yuki zeigte. 2021 wurde er Formel-1-WM-14., mit 32 Punkten aus sieben Punktefahrten, mit Rang 4 beim WM-Finale von Abu Dhabi als Highlight. 2022 jedoch konnte Yuki nur zwölf Punkte sammeln und WM-17. werden.

Zwischendurch fiel Tsunoda nicht nur doch eindrucksvollen Speed auf, sondern auch durch ein loses Mundwerk, mit einigen Wutausbrüchen und gnadenloser Selbstkritik. So gab er zum Beispiel zu, dass er als Formel-1-Rookie anfangs ein «fauler Sack» gewesen sei, der in seiner Freizeit lieber vor der Playstation sass, statt sich auf das Rennwochenende vorzubereiten. Mit ein Grund, warum er sehr schnell in die Nähe des Rennstall-Sitzes in Faenza gezogen ist. Danach lief es besser.

Was er bis heute nicht im Griff hat, sind seine Ausraster am Funk. Bei den Fans geniesst er für seine teils wüsten Schimpftiraden Kultstatus, Franz Tost und Dr. Helmut Marko schlagen regelmässig die Hände über dem Kopf zusammen. Was sich lustig anhört, ist tatsächlich ein echtes Problem. Denn dass der Yuki zum Explodieren neigt, beeinflusst seine Leistungen. Deshalb hat Red Bull sogar einen Psychologen engagiert. «Eine der Einschränkungen ist einfach, dass mein Gehirn im Auto anfängt, ziemlich zu überhitzen. In einigen Situationen ist es schon besser, aber ich weiss, dass ich mich in diesen Bereichen verbessern muss, um konstanter zu werden», sagte Tsunoda.

Franz Tost hält eisern zu Tsunoda, der von Dr. Marko als Problemkind bezeichnet worden ist. Tost sagt: «Ich mag Problemkinder, weil das die wirklich guten Kinder sind, die etwas aus ihren Fähigkeiten machen können. Im Auto macht er einen wirklich guten Job. Er muss nur seine Emotionen in den Griff bekommen und disziplinierter sein.»

«Wie ich immer sage, ein Fahrer braucht mindestens drei Jahre, um sich mit der Formel 1 voll und ganz auseinanderzusetzen. Daher freue ich mich, dass ihm die Zeit gegeben wird, 2023 sein volles Potenzial zu zeigen.» Die Fans werden sich auch freuen. Und in erster Linie Satoru Nakajima danken, der 2016 rechtzeitig ein gutes Wort einlegte, bevor alles vorbei war.

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