MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Fahrer des Tages: Sébastien Ogier

Von Christian Schön
Führung entgegen aller Vorhersagen – Sébastien Ogier

Führung entgegen aller Vorhersagen – Sébastien Ogier

Der Weltmeister zerstörte den Mythos vom Nachteil einer schlechten Startposition

Er hört den Vergleich nicht besonders gerne. Aber die Show von Sébastien Ogier (Volkswagen) während der ersten Etappe der Rallye Mexiko erinnertê doch stark an den neunmaligen Weltmeister Sébastien Loeb. Auch der kehrte sich in aller Regel einen feuchten Kehricht um angebliche Nachteile durch eine schlechte Startposition.

Ogier fuhr am Freitagmorgen als Zweiter los, eine vermeintlich hoffnungslose Startposition. Nur hatte dem Vorjahressieger dies wohl niemand erklärt. Am Abend führte er jedenfalls mit 26,1 Sekunden Vorsprung vor Mads Östberg (Citroën).

Was wurde vor dem Start nicht alles spekuliert. Nirgendwo sei der Nachteil der vorderen Startplätze so dramatisch wie in Mexiko, lautete die einhellige Meinung der Profipiloten. „Ich rechne mit einem Verlust von 0,3 bis 0,5 Sekunden pro Kilometer“, hatte Jari-Matti Latvala (Volkswagen) prophezeit. Womit der Tabellenführer, der die zweifelhafte Ehre hatte, die Wertungsprüfungen zur eröffnen, nicht weit daneben lag. Allerdings nicht im Vergleich zum von Position sechs gestarteten Ford-Werkspiloten Mikko Hirvonen oder zu Mads Östberg (Citroën), der als Dritter losgefahren war.

Die Richtzeit setzte wieder einmal Sébastien Ogier, Startposition zwei hin oder her. Während der ersten Schleife am Morgen, als die Strecken noch von einer mehr oder weniger dicken Staubschicht bedeckt waren, beschränkte sich der Franzose auf Schadensbegrenzung. Zur Mittagspause hatte er nur 3,3 Sekunden Rückstand zum Führenden, Mads Östberg.

Als am Nachmittag dann die selben, inzwischen kräftig umgewühlten Schotterpisten noch einmal gefahren wurden, schlug der Volkswagen-Werkspilot zu. Alleine auf dem zweiten Durchgang über die 44 Kilometer lange „El Chocolate“ nahm er Östberg 17,9 Sekunden ab. Damit war die Führung nicht nur übernommen, sondern gleich mal zementiert.

Für die Samstagsetappe wird die Startreihenfolge der Topfahrer nach Zwischenklassement umgedreht. Ogier fährt also hinter sämtlichen direkten Konkurrenten los. Die Wetten gegen einen zweiten Mexiko-Sieg des Franzosen in Folge stehen nicht gut.

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