MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Auer: «Die wissen, wie man einen Jungen austrickst»

Von Andreas Reiners
Lucas Auer

Lucas Auer

Aller Anfang ist schwer: Davon kann DTM-Rookie Lucas Auer ein Lied singen. Für ihn ist es ein kleiner Teufelskreis: Er will liefern, doch mit jedem Rückschlag steigt der Druck.

Eine unverschuldete Kollision bei seinem Debüt zum Saisonauftakt, eine weitere auf dem Lausitzring, dazu ein Fahrfehler in Rennen zwei und natürlich der etwas peinliche Abflug in der Einführungsruinde vor dem zweiten Lauf in Hockenheim – was Lucas Auer in der DTM derzeit erlebt, verbucht man bei Rookies wie ihm in der Regel unter Lehrgeld.

Eine gewisse Eingewöhnungsphase, die für einen jungen Nachwuchsmann absolut notwendig ist und ihm auch zugestanden wird. Bei Auer kam in den ersten vier Rennen allerdings schon eine Menge zusammen. Es ist ein kleiner Teufelskreis. Auer will liefern. Will zeigen, dass er vorne mitfahren, mithalten kann. Und dass Mercedes ihn zurecht in die DTM geholt hat. Doch mit jedem Rückschlag steigt auch ein wenig der Druck.

Druck, den er sich derzeit vor allem noch selbst macht. Doch natürlich will auch DTM-Leiter Ulrich Fritz bei allem Welpenschutz irgendwann Resultate sehen. «Man muss bei ihm abwarten. Er hat noch nicht die Rennerfahrung. Ich glaube, dass er sich entwickeln kann. Es stärkt zwar das Lernen, hilft aber nicht, ihm den Druck zu nehmen, möglichst schnell Ergebnisse einzufahren. Für ihn ist es keine Win-Win-Situation», sagte Fritz. Allerdings sei Auer «sehr offen und reflektiert. Er hat seine Schlüsse daraus gezogen».

Auer selbst sah auf dem Lausitzring zuletzt einen Aufwärtstrend, auch wenn das vielleicht nicht auf den ersten Blick im Gesamtergebnis ersichtlich ist. «Am Ende bewege ich mich so brutal am Limit. Ich möchte Zeit finden, nicht hinterherfahren und versuche, ans Limit zu gehen. Ich weiß halt noch nicht ganz genau, wo das Limit ist. Manchmal bewege ich mich eben drüber. Das kommt aber alles mit der Erfahrung. Da braucht man sich nicht in die Hose machen», sagte Auer SPEEDWEEK.com.

Auch für ihn gilt: Im Qualifying muss er den Grundstein legen. Denn im Mittelfeld reibt man sich in intensiven Zweikämpfen auf. Vor allem als Neuling. «Du fährst gegen so erfahrene Leute. Die wissen halt schon, wie man einen Jungen austrickst. Aber nichtsdestotrotz deswegen kann es ein Junger auch zeigen. Das dauert halt noch ein bisschen», so Auer, der sich noch keine konkreten Ziele setzen will.

Er weiß aber auch: «Bis zur Hälfte der Saison wird es schwer für mich. Und dann muss ich anfangen, Pace zu haben.»

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