MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

McLaren-Honda-Notnagel Jenson Button: «Das schmerzt»

Von Mathias Brunner
​Der Engländer Jenson Button nimmt zum 309. Mal an einem GP-Wochenende teil, vielleicht ist er in Monaco das letzte Qualifying seiner Karriere gefahren. Der Brite gibt zu: «Das alles schmerzt.»

Fernando Alonso bestreitet heute das Indy 500, Jenson Button fährt in Monaco jenen McLaren-Honda, den der Spanier verwaist hat. McLaren nennt den Renntag «Race of Two Worlds», ein kleiner Knicks vor der Historie, als 1957 und 1958 einige der besten IndyCar-Fahrer nach Monza kamen und die Europäer auf der Ovalversion von Monza in Grund und Boden fuhren.

Fernando Alonso geht in seinem Indy-Abenteuer völlig auf, dabei wird schnell vergessen, was wir im zweiten Quali-Segment des Monaco-Abschlusstrainings entdeckt haben: Stoffel Vandoorne auf Rang 7, Jenson Button auf Platz 10. Wenn wir den üblichen Abstand zwischen Vandoorne und Alonso heranziehen, hätte der Spanier vielleicht an der zweiten Startreihe von Monaco geschnuppert!

Hätte, Wenn und Aber gelten auch für Stoffel Vandoorne und Jenson Button. Denn der Belgier zerknüllte sein Auto und konnte nicht ins letzte Quali-Segment gehen, zudem war er von einer Drei-Ränge-zurück-Strafe aus Barcelona belastet (Kollision mit dem Williams von Felipe Massa), daher Startplatz 12. Und Button? Weil er vom Honda-Motor im Stich gelassen worden ist, muss der Engländer um 14.00 Uhr in Monte Carlo als Letzter losfahren.

Button nimmt in Monaco am 309. GP-Wochenende seiner Karriere teil, nur Rubens Barrichello (326) liegt in dieser Rangliste vor ihm.
In aller Wahrscheinlichkeit hat Jenson Button in Monte Carlo das letzte Qualifying seiner GP-Karriere bestritten. Der Engländer hat sich bei seiner Rückkehr überaus beachtlich aus der Affäre gezogen. Umso schmerzlicher die Strafe.

Der 37jährige Brite sagt: «Ich habe das Abschlusstraining geniessen können, jedenfalls den zweiten Teil. Zum Schluss wussten wir, dass ich nur einmal auf die Bahn gehen würde. Da bist du dir nicht sicher, wo das Limit liegt. Zum Glück brachte ich ein wenig Monaco-Erfahrung mit. Ich bin innerhalb meiner Grenzen gefahren, aber das musst du tun, wenn du nicht das letzte Vertrauen ins Auto hast. Sonst klebst du an einer Leitschiene.»

«Es war mein letztes Qualifying, ich hatte Spass, aber es schmerzt – egal, wie viele Rennen du in deiner Karriere schon bestritten hast, wenn deine Jungs zu dir kommen und sagen, dass du in der Startaufstellung zurück musst, dann tut das weh.»

Button grinst mit einem Augenzwinkern: «Das ist alles Fernandos Schuld!» Denn bekanntlich übernimmt ein Ersatzmann des Motorenkontinent des Stammfahrers.

Button weiter: «Die Strafen für Stoffel und mich sind ärgerlich, denn wir hätten auf den Punkterängen losfahren können. Und das ist bekanntlich hier in Monte Carlo die halbe Miete. Aber was im Leben ist schon einfach?»

Weil McLaren die Abstimmung des Wagens umgebaut hat, wird Jenson Button aus der Boxengasse in den Monaco-GP gehen.

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