Formel 1: Max Verstappen ist baff

Ralf Schumacher: «So schnell wendet sich das Blatt»

Von Mathias Brunner
Ralf Schumacher

Ralf Schumacher

​Sky-GP-Experte Ralf Schumacher (44) zieht eine Zwischenbilanz zur Formel-1-Sommerpause: «Bei den letzten Rennen haben wir gesehen, wie schnell sich im Grand-Prix-Sport das Blatt wenden kann.»

Ralf Schumacher ist in der Königsklasse von Australien 1997 bis Brasilien 2007 an den Start gegangen: 2001 und 2002 wurde er WM-Vierter, sechs Grands Prix konnte er gewinnen. Heute arbeitet der 44-Jährige in Diensten der deutschen Sky, und zur Sommerpause hat der 180fache GP-Teilnehmer eine kleine Zwischenbilanz gezogen.

Ralf Schumacher findet: « Das Rennen am Hockenheimring war sicher ein Highlight für jeden Formel-1-Fan – vor allem deswegen, weil es wegen des Wetters so viel Spannung gab. Das war wie die Rennen direkt davor beste Werbung für den Sport, nachdem gerade nach dem Grossen Preis von Frankreich Kritik lautgeworden war, dass die Formel 1 zu langweilig sei.»

«Ein spezielles Rennen war Hockenheim natürlich auch für Sebastian Vettel. Seine Aufholjagd vom letzten auf den zweiten Platz war vom Ergebnis her ganz wichtig für ihn. Noch wichtiger war allerdings, dass er unter schwierigen Bedingungen keinen Fehler gemacht hat. Speziell seine Fehlerquote wurde ihm ja häufig angekreidet. In Hockenheim hat er das Bestmögliche für Ferrari herausgeholt. Das war für sein Selbstvertrauen enorm wichtig.»

«An einem kam Vettel am Ende aber nicht vorbei: an Max Verstappen. Beim Grossen Preis von Deutschland hat man gesehen, wie stark Red Bull Racing geworden ist, dass aber auch das kleinere Red-Bull-Team Toro Rosso brillieren kann, wie der dritte Platz von Daniil Kvyat zeigt. Beide Teams haben einen Schritt nach vorne gemacht. Was wohl auch daran liegt, dass inzwischen die Aerodynamik-Probleme verstanden sind. Zudem hat Motorpartner Honda einen super Job gemacht. Davon profitieren beide Teams jetzt.»

«Die wiedererstarkten Bullen haben vor allem in den letzten Rennen mehr Spannung erzeugt. Das Hauptproblem in der Anfangsphase dieser Saison war die Übermacht von Mercedes, weil weder Ferrari noch Red Bull Racing auf Augenhöhe fuhren. Jetzt sieht man allerdings, wie schnell sich das Blatt in der Formel 1 wenden kann.»

«Insgesamt wird es dennoch schwierig, die Dominanz der Silberpfeile dauerhaft zu brechen. Vielleicht kann Red Bull Racing weiter aufschliesen und ich schätze, auch Ferrari kann das ein oder andere Rennen gewinnen. Von den anderen Teams sehe ich keines in Schlagdistanz. Renault etwa ist weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.»

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