Vor Tsunoda: Sieger & Versager bei Red Bull Racing

Sebastian Vettel und Mark Webber in Australien 2009
Ein Cockpit bei Red Bull Racing ist Chance und Schleudersitz zugleich: 13 Fahrer sind in der Königsklasse bislang für das Team aus Milton Keynes an den GP-Start gegangen, Viele haben sich schwergetan und mussten über kurz oder lang ihr Cockpit räumen, nur einer war überragend.
Wir sind hier der Frage nachgegangen, wie sich die verschiedenen Piloten in den vergangenen 20 Jahren bei ihrer Premiere in RBR-Farben aus der Affäre gezogen haben.
Quervergleiche sind natürlich ein wenig unfair, denn die Rennwagen des Teams waren nicht immer konkurrenzfähig. Hier die Übersicht.
Australien 2005
David Coulthard (GB): 4.
Christian Klien (A): 7.
San Marino 2005
Tonio Liuzzi (I): 8.
China 2006
Robert Doornbos (NL): 12.
Australien 2007
Mark Webber (AUS): 13.
Australien 2009
Sebastian Vettel (D): Als 13. gewertet, aber nach Kollision mit Kubica kurz vor Schluss ausgefallen
Australien 2014
Daniel Ricciardo (AUS): disqualifiziert wegen Überschreitens der maximalen Benzindurchflussmenge, Ricciardo verlor dadurch Rang 2
Australien 2015
Daniil Kvyat (RU): nicht am Rennen teilgenommen wegen Getriebeschadens während der Aufwärmrunde
Spanien 2016
Max Verstappen (NL): Sieg
Australien 2019
Pierre Gasly (F): 11.
Belgien 2019
Alex Albon (T): 5.
Bahrain 2021
Sergio Pérez (MEX): 5.
Australien 2025
Liam Lawson (NZ): Ausfall wegen Unfalls
Fazit: Von 13 Piloten stand nach dem ersten Rennen für Red Bull Racing nur einer auf dem Podest – Max Verstappen 2016 als Sensations-Sieger des Spanien-GP, nach gütiger Mithilfe der Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg, die sich gegenseitig von der Bahn kegelten.
Von diesen 13 Fahrern eroberten 6 im ersten Rennen Punkte: Coulthard, Klien, Liuzzi, Verstappen, Albon und Pérez.
Vier wurden gewertet, konnten aber nicht punkten (Doornbos, Webber, Vettel, Gasly).
Einer wurde disqualifiziert (Ricciardo), einer konnte wegen eines technischen Defekts gar nicht erst an den Start gehen (Kvyat), zwei schieden wegen Unfalls aus (Vettel in Melbourne 2009 und Lawson in Melbourne 2025).