Formel 1: Max Verstappen ist baff

FIA-Experte: Halo 2017, Aeroscreen bleibt ein Thema

Von Rob La Salle
​Der Franzose Laurent Mekies, Leiter der Forschungsabteilung für Sicherheit, über den jüngsten Stand in Sachen Halo und Aeroscreen: Er glaubt – die Entwicklung des Red-Bull-Systems ist nicht abgehakt.

Der Kopfschutz für Formel-1-Fahrer kommt, Mitte Juli wird der so genannte Halo (Heiligenschein) von der FIA abgenickt. Neben dem Halo für die kommende Saison wurde auch ein Schutzscheibensystem aus dem Hause Red Bull erwogen. Eigentlich war angedacht – Halo 2017 und möglicherweise Aeroscreen 2018. Nachdem die Sicherheitsverantwortlichen der FIA beide Konzepte geprüft und den Aeroscreen für zu wenig reif befunden haben, liegt die Entwicklung der Schutzscheiben-Lösung jedoch auf Eis.

Gegenüber Motorsport.com bestätigte Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner: «Wir haben weder die Ressourcen noch die Kapazität, um den Aeroscreen weiter zu entwickeln. Ausserdem muss ja auch irgendwer für die Kosten aufkommen.» Und diese sind – wie immer in der Formel 1 – beachtlich. So soll die erste Entwicklung bis hin zur Version, mit welcher Daniel Ricciardo in Sotschi fuhr, stolze 250.000 Euro verschlungen haben.

Der Franzose Laurent Mekies, FIA-Verantwortlicher für Sicherheit, bestätigt nun gegenüber ESPN, dass die letzten Tests mit dem Halo laufen. «Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Wir müssen uns mit allen Rennställen treffen, um zu sehen, wie wir das System in die Rennwagendesigns einbetten können. Wir sprechen hier von Fristen, die sich nicht herumschieben lassen. Die Entwicklung läuft daher auf Hochtouren.»

Verbindlich ist gemäss Mekies der 15. Juli (Freitag nach dem britischen Grand Prix). «Wir haben die letzten Tests in diesen Tagen, anfangs Juli setzen wir uns mit den Rennstallvertretern zusammen und besprechen mit ihnen unsere Ergebnisse. Wir geben deshalb so Gas, weil wir die Arbeit der Rennställe an den 2017er Autos nicht behindern wollen.»

Gemäss Mekies ist am Design des Halo gearbeitet worden, aber im grossen Ganzen sieht der Kopfschutz noch immer so aus wie wir ihn erstmals beim Barcelona-Wintertest am Ferrari gesehen haben – damals als Kohlefaserattrappe. Mekies: «Die generelle Form entspricht weitgehend dem ersten Entwurf, wir haben nur die Geometrie ein wenig geändert, basierend auf den Erkenntnissen weiterer Tests.»

Zum Aeroscreen sagt Laurent Mekies: «Was mich angeht, so ist die Entwicklung des Aeroscreen nur für 2017 eingefroren. Wir hatten die besagte Deadline, und wir hätten uns schwer getan, zwei verschiedene Konzepte rechtzeitig fertig zu bringen. Wir kamen zum Schluss: Mit dem Aeroscreen schaffen wir das einfach nicht. Aber wenn wir den Halo fertig haben, dann bin ich sicher, dass wir uns das nochmals sehr genau anschauen. Das Aeroscreen-Konzept ist nicht erledigt.»

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