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Zika-Virus vor Singapur-GP, so reagiert Organisator

Von Mathias Brunner
Einzigartige Atmosphäre in Singapur

Einzigartige Atmosphäre in Singapur

​Die Gesundheitsbehörden von Singapur bestätigen mehr als 150 Fälle von Zika-Infektionen im Stadtstaat. Der durch Mückenstiche übertragene Virus kann zu gravierenden Geburtsfehlern führen.

Seit Mai 2015 hat sich das Zika-Virus in Süd- und Mittelamerika und in der Karibik stark verbreitet, inzwischen hat das Virus auch die USA sowie Asien erreicht. Und das ist auch Formel-1-relevant – denn fünf der nach Monza restlichen sieben Rennen finden in Ländern statt, in welchen Zika ein Thema sein muss (Singapur, Malaysia, USA, Mexiko und Brasilien).

Das Zika-Virus wird hauptsächlich durch den Stich einer infizierten Mücke der Gattung Aedes übertragen. Die Infektion verläuft in den meisten Fällen harmlos, kann aber vereinzelt neurologische Komplikationen wie Mikrozephalie oder das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) verursachen – also Missbildungen der Köpfe von Neugeborenen oder eine Erkrankung der Nervenbahnen. Aufgrund der zunehmenden Häufigkeit solcher Komplikationen in Brasilien hat die Weltgesundheitsbehörde WHO am 1. Februar 2016 eine gesundheitliche Notlage ausgerufen. In Brasilien wurden bereits mehr als 1600 Kinder mit Missbildungen geboren, die mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eine Zika-Ansteckung zurückgehen.

In dieser Woche bestätigen die Gesundheitsbehörden von Singapur auf Anfrage der Kollegen der Nachrichtenagentur Reuters mehr als 150 Fälle von Zika-Infektionen im Stadtstaat, wo am 18. September der beliebte Nacht-GP stattfindet – wie immer vor ausverkauften Tribünen.

Die Bedrohung wird in der Formel 1 sehr ernst genommen. Mercedes-Star Nico Rosberg sagte gestern Donnerstag im Fahrerlager von Monza: «Natürlich mache ich mir als Familienvater über so etwas Gedanken.»

Bei den meisten Rennställen ist das Personal angewiesen worden, angemessene Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen – beispielsweise das Tragen langärmliger Hemden und die Verwendung von Anti-Mücken-Sprays. Was vor Jahren auch für den Aufenthalt in Indien empfohlen wurde.

Die Organisatoren des Singapur-GP teilen auf Anfrage von SPEEDWEEK.com mit: «Das Wohlbefinden und die Sicherheit von Besuchern und Teilnehmern am Marina Bay Circuit haben für uns absolute Priorität. Wir arbeiten derzeit eng mit den betreffenden Behörden zusammen und setzen sämtliche Massnahmen um, welche ratsam erscheinen. Die Vorbereitungen auf unser Rennen laufen derweil normal weiter.»

Solche Massnahmen sind beispielsweise die Ausrottung von Brutstätten in Form des Versprühens von Mückenmitteln. Das Singapurer Ministerium für Gesundheit hat seine Bürger aufgerufen, die genannten Schutzmassnahmen beherzigen. In Singapur leben 5,7 Millionen Menschen.

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