Formel 1: Reaktion auf Sabotage-Vorwurf

Pascal Wehrlein behauptet WM-Führung mit Mühe

Von Gerhard Kuntschik
Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein

Es wird vor seinem Heimrennen in Monaco (6. Mai) eng für Spitzenreiter Pascal Wehrlein. Obwohl der Porsche-Pilot am Wochenende in Tempelhof zwei Mal punktete, hieß der Sieger des Wochenendes Nick Cassidy.

Als Virgin-Pilot profitierte er vom derzeit dominierenden Jaguar-Antrieb, fuhr aber auch mit souveräner eigener Leistung Sonntag zu seinem zweiten Sieg in der Elektroformel. Nach Platz fünf am Samstag hat der Neuseeländer nun bei Saisonhalbzeit nur noch vier Punkte Rückstand auf Wehrlein (96:100).

Dabei war der 28-Jährige nach der Streichung seiner Rundenzeit im gewonnenen Quali-Duell mit Teamkollegen Sébastien Buemi noch höchst frustriert (er hatte die 350-kW-Leistung zu spät abgerufen). «Aber jetzt bin ich wirklich zufrieden, vor allem, weil ich in Berlin bisher nie Glück hatte. Das Rennen konnte ich mir gut einteilen und am Ende kontrollieren. An die WM denke ich nicht, schließlich haben wir noch acht Rennen vor uns», sagte Cassidy.

Mit Jake Dennis (Andretti-Porsche), Jean-Éric Vergne (DS Penske), Samstag-Sieger Mitch Evans (Jaguar) und Wehrleins Teamkollegen Antonio Felix da Costa auf den Plätzen hinter Cassidy punkteten alle Verfolger des Deutschen mehr als er.

Strahlende Gesichter sah man erstmals in dieser Saison beim Team Abt-Cupra und bei Max Günther. Die bisher punktlosen Fahrer der Allgäuer, Robin Frijns und Nico Müller, bewiesen Sonntag ihre Qualitäten als Regenspezialisten und eroberten die erste Startreihe (mit den ersten drei Saisonpunkten durch den Pole-Sitter aus den Niederlanden), im Rennen kämpfte der Thuner Müller verbissen und schaffte als Neunter zwei weitere Zähler im unterlegenen Auto mit Mahindra-Antrieb. «Schon die Qualifikation mit unserer ersten Startreihe war ein Traum. Dass wir im trockenen Rennen auch Punkte schafften, war ein großer Wunsch, der sich erfüllte», erklärte Teamchef Thomas Biermaier.

Das beste Saisonwochenende erlebte der Deutsch-Österreicher Max Günther, der Samstag als Dritter im Maserati hinter den Jaguar aufs Podest gefahren war und Sonntag nach Quali-Enttäuschung sogar vom 21. Startplatz bis auf Rang sechs vorfuhr – samt schnellster Rennrunde. «Das war heute recht gut. Ich blieb am Anfang geduldig und hatte dann eine gute Pace, attackierte zum richtigen Zeitpunkt. Über Platz sechs kann ich mich nicht beschweren», meinte der 25-Jährige, der nun für sein eigenes Heimrennen (und dem seines Maserati-MSG-Teams) in Monaco top motiviert ist.

Für McLaren-Pilot René Rast war das Formel-E-Doppel am Wochenende in Berlin «eines zum Vergessen». Er blieb auch Sonntag als 13. ohne Punkte. André Lotterer im zweiten Andretti-Porsche drehte sich in Runde 13 und fiel aussichtslos zurück, wurde am Ende 21.

Das Sonntag-Rennen wurde mit einigen Minuten Verspätung gestartet, da es Klima-«Aktivisten» über die Zäune auf die Startaufstellung geschafft hatten. Sie wurden wenig später in Handschellen abgeführt.


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