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Acura ARX-05 absolviert ersten Test in Nordamerika

Von Oliver Müller
Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya saß in Road Atlanta für zwei Tage am Steuer des neuen Acura DPi. Der Wagen wird ab der Saison 2018 in der amerikanischen IMSA-Serie an den Start gehen. Weitere Testfahrten geplant.

Es tut sich was bei Acura: Gerade erst wurde der neue ARX-05 in seiner Lackierung der Öffentlichkeit präsentiert, da stand nun auch schon der erste Test mit dem neuen Fahrzeug an. In Road Atlanta (also dort, wo seit 1998 das sogenannte 'Petit Le Mans' ausgetragen wird) absolvierte der DPi (Daytona Prototype international) eine zweitägige Testfahrt. «Insgesamt war es ein guter Test. An einem Tag mussten wir aufgrund einer Sonnenfinsternis unsere Arbeit vorzeitig abbrechen. Doch danach konnten wir unseren Testplan weiter durchführen. Wir denken, dass wir eine gute Basis haben, auf der wir weiter aufbauen können», resümierte Projektmanager Matthew Niles.

Am Steuer des ARX-05 saß in Road Atlanta Ex-Formel-1-Fahrer Juan Pablo Montoya. Der Kolumbianer und IMSA-Champion Dane Cameron wurden kürzlich als die beiden ersten Piloten für das Projekt bestätigt. Die anderen Vollzeitfahrer sind aktuell noch nicht offiziell verkündet.

Vor seiner Präsentation auf der Monterey Car Week wurde mit dem Acura ARX-05 lediglich ein kurzer Shakedown in Le Castellet durchgeführt. Die Strecke in Südfrankreich wurde deshalb ausgewählt, da sie sich unweit der Fabrikhallen von Oreca befindet. Der aktuelle Oreca-LMP2 bildet die Basis für den Acura-DPi.

Bei der nun absolvierten ersten richtigen Testfahrt hatte auch das Team Penske mitgewirkt. Die Mannschaft um US-Rennsport-Magnat Roger Penske setzt in der kommenden Saison der amerikanischen IMSA-Serie zwei Acura ein.

Angetrieben wird der Wagen von einem 3.5L-V6-Turbomotor, der auf den Namen Acura AR35TT hört. Das Aggregat ist auch als HR35TT bekannt. Die Namensgebung hängt davon ab, ob ein entsprechender Einsatz über Acura oder Konzernmutter Honda läuft.

Der Motor findet seit 2011 in der LMP-Szene Verwendung. In der ersten Ausführung hatte er noch 2.8 Liter Hubraum und wurde folglich auch HR28TT genannt. Ab 2013 verfügte er sogar über eine Benzin-Direkteinspritzung. Beispielsweise trieb der Motor auch den Ligier JS P2 des ESM-Teams an, der 2016 die 24 Stunden von Daytona und die 12 Stunden von Sebring gewann. Inzwischen wurde der Motor auf 3.5 Liter aufgebohrt. Er stammt aus der sogenannten J35-Familie für Honda/Acura Straßenmodelle.

Übrigens: Auch ein anderes Rennfahrzeug von Honda/Acura ist mit einem 3.5L-V6-Turbo ausgestattet. Doch der Motor im NSX GT3 hat mit jenem im Prototyp nichts zu tun. Das lässt sich schon an den unterschiedlichen Werten beim Zylinderwinkel feststellen, der im GT3 bei 75 Grad liegt und beim AR35TT 60 Grad beträgt.


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