MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Jesko Raffin (5.): Mit Slicks zur Überraschung

Von Oliver Feldtweg
Jesko Raffin auf der Kalex

Jesko Raffin auf der Kalex

In seiner dritten Moto2-WM-Saison wächst der Zürcher Jesko Raffin (20) über sich hinaus: Sensationeller fünfter Startplatz auf dem Termas Rio Hondo Circuit für Tom Lüthis Teamkollegen.

Jesko Raffin, der im Smmer schon Rücktrittsgedanken hegte und seine GP-Karriere wegen schwacher Ergebnisse für beendet hielt, stürmte in Argentinien einem spannenden Qualifying bei verrückten Witterungsbedingungen in die zweite Startreihe.

Ein Wetterumschwung in der Nacht auf Samstag hatte einen Temperaturrückgang mit bis zu zehn Grad zur Folge. Doch die deutlich kühleren Temperaturen waren nicht das Problem. Vielmehr beeinträchtigten die ständig wechselnden Bedingungen das Geschehen am zweiten Trainingstag in Südamerika.

Der 20-jährige Zürcher konnte sich ausgezeichnet auf die Mischverhältnisse einstellen. Das dritte freie Training auf feuchter Piste war für Raffin ein gutes Aufwärmtraining, bevor es am Nachmittag in die Zeitenjagd für die Startaufstellung ging. Die Wettersituation zum Zeitpunkt des Qualifyings war ähnlich wie am Vormittag, allerdings war ein schmaler, trockener Streifen am Asphalt zu erkennen.

Daher war es für Raffin und seine Crew klar, das Training mit Slick-Reifen in Angriff zu nehmen. Der Kalex-Pilot fuhr die Session auch mit Slicks zu Ende, obwohl es zeitweise unterschiedlich stark regnete. Bei stärker werdendem Regen in der Schlussphase drehte er nochmals richtig auf und wurde mit der fünftschnellsten Rundenzeit gestoppt. Damit egalisierte Raffin sein bislang bestes Qualifying-Ergebnis von Australien im vergangenen Oktober bei ähnlichen Verhältnissen.

Das zweite Saisonrennen wird am Sonntag um 19.20 Uhr MESZ gestartet.

Jesko Raffin aus dem Garage Plus Interwetten Team fuhr mit seiner Kalex mit 1:46.053 (min auf Platz 5, er verlor nur 0,437 sec auf Bestzeithalter Miguel Oliveira.

«Nach einem dermassen turbulenten zweiten Trainingstag morgen als Fünfter ins Rennen zu starten, darüber freue ich mich natürlich riesig. Das ist wirklich eine ganz coole Sache. Dieses Qualifying werde jedenfalls nicht so schnell vergessen. Die Bedingungen waren extrem schwierig. Über die gesamte Dauer der Session hat es immer geregnet. Manchmal stärker und manchmal nur leicht. Trotzdem waren wir jederzeit mit Slicks draussen. Eigentlich unglaublich, doch es hatte Grip wie im Trockenen. Es war wirklich sehr seltsam.»

«Doch je länger das Training dauerte, umso fester waren wir entschlossen, dass es bis zum Schluss möglich sein wird, mit Slicks auf unsere Zeitenjagd zu gehen. Ich bin wirklich sehr glücklich, dass dieser Schachzug aufgegangen ist. Mit der Abstimmung des Motorrads bin ich soweit zufrieden. Trotzdem werden wir im Warm-Up versuchen, es für das Rennen weiter zu verbessern. Ich bin auf jeden Fall topmotiviert und freue mich, wieder so weit vorne zu stehen."

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