MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Moto2-WM: Kommt endlich ein modernes Getriebe?

Von Günther Wiesinger
Eine Mistral 610 mit Honda-Einheitsmotor: Wird für 2016 ein besseres Getriebe gebaut?

Eine Mistral 610 mit Honda-Einheitsmotor: Wird für 2016 ein besseres Getriebe gebaut?

Nach den jüngsten Ereignissen beim Australien-GP haben die Teams vom Getriebe der Honda-Einheitsmotoren die Nase voll. IRTA-Präsident Hervé Poncharal verlangt Verbesserungen.

Es ist seit Jahren bekannt. Das Getriebe ist die Schwachstelle der in der Moto2-WM seit 2010 verwendeten Honda CBR 600-RR-Einheitsmotoren.

Auch wenn Trevor Morris, Technikchef von ExternPro, inzwischen gern behauptet, man habe die technischen Schwierigkeiten gelöst und die Probleme beseitigt.

Schon oft wurde davon gesprochen, dass dieses Seriengetriebe nicht für den GP-Sport gebaut wurde, dass besonders die Belastungen in den Erste-Gang-Kurven auf die Dauer zu viel sind für die Kraftübertragung, dass immer wieder Gänge rausspringen und Stürze an der Tagesordnung sind.

Als Intact-Technical Director Jürgen Lingg diese Missstände im Winter im Interview mit SPEEDWEEK.com anprangerte, wurde er von ExternPro gemassregelt und zur Rede gestellt.

Die Dorna lehnte Verbesserungen bisher immer wieder ab – zu teuer.

Aber jetzt hat Hervé Poncharal, Besitzer des Tech3-Moto2-Teams mit Schrötter und Vierge und gleichzeitig Präsident der Teamvereinigung IRTA, einen detaillierten Report an Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta verfasst.

«Tom Lüthi ist auf Phillip Island im Rennen auf Platz 2 gestürzt. Marcel Schrötter ist am Samstag im Training wegen eines Getriebeproblems runtergeflogen, die Maschine war daraufhin ein Totalschaden», beschwert sich Poncharal. «Und immer wieder ist zu hören, dass das Getriebe auf den Geraden ohne Zutun der Fahrer vom sechsen in den fünften Gang schaltet. Das können wir aus Sicherheitsgründen nicht dauerhaft in Kauf nehmen.»

Jetzt soll eine zielführende Lösung gesucht werden, um die Einheitsmotoren mit einem akzeptablen Renngetriebe auszustatten, der Vorschlag nach einem Kasettengetriebe steht schon jahrelang im Raum. Dann können die Teams endlich von Strecke zu Strecke auch die einzelnen Gänge anders übersetzen. Bisher kann nur das hintere Kettenrad getauscht werden.

Kalex-Designer Alex Baumgärtel hat diesbezüglich schon im Winter technische Hilfe angeboten.

Bisher nahmen die Teams die Getriebeprobleme hin, weil das ganze Motorenpaket nur 60.000 Euro im Jahr kostet. Bei jedem dritten Grand Prix wird den Teams ein frisch revidiertes Triebwerk zugelost.

Die Einheitsmotoren wurden 2010 für drei Jahre eingeführt, dann wurde das Konzept auf einstimmigen Wunsch der Teams für drei weitere Jahre verlängert. Inzwischen sind sie bis Ende 2018 festgeschrieben.

Bis zum Ende der Saison 2016 soll überlegt werden, ob ein ähnliches Konzept wie in der Moto3-WM (strenge Kostenkontrolle, Drehzahllimit, 6 Motoren pro Saison) mit unterschiedlichen Herstellern angestrebt werden soll.

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