Jakob Rosenthaler: Sturz ruinierte sein Qualifying

Jakob Rosenthaler hatte Pech im Qualifying
Der 5,513 Kilometer lange Circuit of the Americas im US-Bundesstaat Texas ist an sich schon eine Herausforderung. Wechselnde Bedingungen, wie an diesem Wochenende von einem verregneten Freitag zu trockenem Wetter am Samstag, machen es für einen Newcomer auf dieser Strecke noch komplizierter, sich anzupassen und ein passendes Setup für die Rennmaschine zu finden.
COTA-Rookie Jakob Rosenthaler, der an diesem Wochenende in Texas für den verletzten Spanier Marcos Uriarte einspringt, weiß davon zu berichten. Nach einem ordentlichen Debüt am Freitag auf einer für ihn bis dahin unbekannten Strecke, fanden Rosenthaler und seine Crew am Samstag keinen Weg, das Gesamtpaket an die veränderten Anforderungen anzupassen.
«Ich hätte mir den Samstag hier in Austin ein wenig anders vorgestellt», sinnierte Rosenthaler. «Vor allem hatte ich mir mehr Erfahrung im Trockenen erhofft, denn es waren nicht sehr viele Runden. Am Morgen brauchte ich ein paar Runden, um die Bedingungen zu erkunden, denn im Verlauf einer Runde gab es immer noch viele nasse Stellen, was es nicht einfach machte. Außerdem war die trockene Linie ziemlich schmal. Abgesehen davon hatte ich Probleme, das Motorrad auf der Linie zu halten. Deshalb war ich oft im Nassen und das verursachte Probleme, die nicht einfach zu handhaben waren.»
Erst in den letzten Minuten des zweiten freien Trainings wurden die Streckenbedingungen klarer: «Die Umstellung von nass auf trocken war für mich auf diesem Motorrad alles andere als ein Kinderspiel. Ich habe diese Runden am Ende wirklich gebraucht. Es war etwas ganz anderes mit diesem Motorrad, zumal wir mit dem Setup weit von dem entfernt waren, was wir eigentlich gebraucht hätten. Aber wir hatten auch überhaupt keine Anhaltspunkte, womit wir einen Treffer hätten landen können.»
Als das Qualifying begann, hatte sich der Himmel über dem weitläufigen Gelände des Rennkomplexes vor den Toren Austins gelichtet und die Temperaturen stiegen im Handumdrehen an. «Wir haben uns für das Qualifying vom Setup her gut verbessert», erklärte Rosenthaler. «Ich habe mich sofort viel wohler gefühlt und auf meiner ersten fliegenden Runde war ich gut zwei Sekunden schneller als am Morgen und in der folgenden Runde war ich mich nochmals zu einer deutlichen Verbesserung unterwegs. Leider hatte ich einen dummen Sturz, als ich in einer Kurve etwas zu weit ging und auf den Kerbs die Kontrolle über das Vorderrad verlor. Es war absolut harmlos und ich konnte die Session fortsetzen. Allerdings war es nicht mehr möglich, meine Zeit zu verbessern, weil bei dem Crash die Hinterradbremse kaputt ging.»
Rosenthaler weiter: «Das war ein bisschen schade, denn ich hatte nur eine aussagekräftige Runde im Qualifying. Aber zumindest können wir anhand dieser versuchen, das Motorrad so weit wie möglich zu verbessern und das Setting besser an meine Bedürfnisse anzupassen. Trotzdem wird es für mich mehr oder weniger ein Blindflug sein, wenn ich morgen aus der Box in die Startaufstellung fahre. Ich freue mich auf das Rennen hier auf dieser tollen Rennstrecke und ich hoffe, das Wochenende mit einem schönen Abschluss beenden zu können.»
Das Moto3-Rennen am Sonntag wird der 18-jährige Oberösterreicher vom 26. und letzten Startplatz in Angriff nehmen.