Comeback von Noah Dettwiler (KTM) in Katar

Noah Dettwiler musste die ersten drei Saison-Events von zu Hause aus ansehen
Nachdem er die ersten drei Saison-Events der Moto3-WM in Thailand, Argentinien und den USA verletzungsbedingt auslassen musste, hat Noah Dettwiler nun grünes Licht für den Start beim Katar-GP, der vom 11. bis 13. April auf dem Lusail International Circuit stattfinden wird, erhalten. In dieser Woche wurde der Schweizer in Barcelona – in der Universitätsklinik Dexeus von Dr. Xavier Mir – untersucht. Der Chirurg zeigte sich mit dem Heilungsprozess in der linken Hand sowie im rechten Ellenbogen zufrieden und gab seine Zustimmung, dass Dettwiler Anfang nächster Woche nach Katar reisen kann.
«Ich bin unglaublich erleichtert, dass ich das Okay von Dr. Mir erhalten habe. Natürlich muss ich am nächsten Donnerstag noch den medizinischen Check vor Ort bestehen, aber ich bin zuversichtlich, dass ich für fit erklärt werde und endlich mein erstes Rennen in diesem Jahr bestreiten kann», meinte Noah Dettwiler zur positiven Nachricht. «Die letzten Wochen waren sicherlich keine leichte Zeit für mich. Mental war es nicht einfach, zu Hause zu sitzen und die Rennen im Fernsehen zu verfolgen. Das war natürlich nicht das Schönste für mich. Dennoch denke ich, dass wir in Bezug auf meine Genesung gute Arbeit geleistet haben – ich fühle mich in einer guten Verfassung. Das erste Rennwochenende wird sehr hart, denn ich bin sicher, dass ich noch Schmerzen haben werde. Aber ich bin positiv gestimmt, denn mir bleiben noch neun Tage bis zum Trainingsbeginn in Katar. Ich denke, wir müssen uns dort auf unsere Arbeit konzentrieren und ruhig bleiben, denn es wird ein paar Runden dauern, bis ich mich wieder an alles gewöhnt habe. Ich freue mich sehr darauf, die Spannung vor dem ersten Training zu spüren. Ich kann es kaum erwarten, nach einer so langen Zeit wieder mit meinem Team zu arbeiten.»
Dettwiler hat, ähnlich wie MotoGP-Weltmeister Jorge Martin, schwierige Wochen hinter sich. Am zweiten Tag des Moto3-Tests in Jerez hatte der 19-Jährige einen heftigen Highsider und zog sich dabei einen Bruch im linken Handgelenk zu. Danach wurde er in Barcelona operiert, wobei ihm im Handgelenk eine Platte und Schrauben eingesetzt wurden. Das Ziel war, dass er in Argentinien in die Moto3-Saison 2025 einsteigen kann.
Doch aus dem Comeback auf dem Autódromo Termas de Río Hondo wurde nichts, da sich Dettwiler auch am rechten Ellenbogen operieren lassen musste. Bei weiteren Untersuchungen kam zum Vorschein, dass er sich beim Sturz in Jerez einen weiteren Knochen im rechten Ellenbogen gebrochen hatte. Dettwiler war zuversichtlich, dass es mit einem Start in Austin klappen würde – doch auch beim Red Bull Grand Prix of the Americas musste er passen. Der medizinische Check in Barcelona ergab, dass die Ellenbogenfraktur noch nicht gut verheilt war, zudem hatte der Basler unter Belastung immer noch starke Schmerzen.
In den ersten drei Saisonrennen wurde Dettwiler im CIP-Green-Power-Team von Moto2-EM-Pilot Adrian Cruces vertreten. Der Spanier hinterliess bei allen Events einen starken Eindruck – er erzielte die Ränge 14 (Thailand), 13 (Argentinien) und 8 (USA). Der 18-Jährige liegt in der WM-Tabelle mit 13 Punkten auf Rang 12.
Dettwiler bestreitet in diesem Jahr seine zweite Saison als Stammfahrer in der Moto3-Weltmeisterschaft. 2024 belegte er mit zwei Punkten Platz 25 in der Gesamtwertung.
WM-Stand nach 3 von 22 Rennen:
1. Jose Antonio Rueda, 66 Punkte. 2. Angel Piqueras 42. 3. Adrian Fernandez 40. 4. Matteo Bertelle 40. 5. Alvaro Carpe 30. 6. Joel Kelso 28. 7. Dennis Foggia 24. 8. David Almansa 22. 9. Stefano Nepa 19. 10. Taiyo Furusato 18. 11. Luca Lunetta 15. 12. Adrian Cruces 13. 13. Maximo Quiles 11. 14. Cormac Buchanan 9. 15. Riccardo Rossi 8.
Konstrukteurs-WM:
1. KTM, 75 Punkte. 2. Honda 43.