MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Mahindra Racing: Nächstes Jahr bis zu zwölf Fahrer?

Von Günther Wiesinger
Zweiter Startplatz in Le Mans, Pole-Position in Assen – Mahindra-Pilot Miguel Oliveira stellt die Moto3-Welt auf den Kopf. Die Nachfrage wächst.

Das Team Mahindra Racing mit den Piloten Miguel Oliveira und Efren Vazquez bildet die Überraschung der Moto3-WM-Saison. Oliveira gelag in Assen beim siebten Rennen mit den neuen 250-ccm-Einzylinder-Motoren (bei Suter Racing entwickelt) die erste Pole-Position, er war 2013 schon zweimal GP-Fünfter, der Portugiese hält sich in der WM an sechster Position – hinter fünf KTM. Honda wurde von Mahindra in der Moto3 längst in den Schatten gestellt.

Übrigens: Oliveira war der erste Portugiese im Motorrad-GP-Sport seit dem Beginn 1949, der eine Trainingsbestzeit erzielt hat!

Jetzt wird bei Mahindra gemäss einer Politik der kleinen Schritte weiterentwickelt. «Steter Tropfen höhlt den Stein», erklärte Eskil Suter (46), Geschäftsführer der Firma Suter Racing Technology, der vor zwei Monaten noch ein 4-PS-Manko gegenüber den KTM-M33-Motoren diagnostizierte.

«Bei der Entwicklung liegt der Fokus in erster Linie schon auf dem nächsten Jahr, weil wir einen Haufen Motoren bauen müssen», meint Suter. «Ich denke, wenn alles normal läuft, können wir sicher mit acht bis zwölf Fahrern rechnen.»

Viele Anfragen für 2014

Denn inzwischen melden sich reihenweise Teambesitzer bei Mahindra-Rennchef Muffadal Choonia, die sich für 2014 einen Umstieg auf das indische Fabrikat vorstellen können.

Dass Fiorenzo Caponera mit dem Team Ambrogio Racing (Fahrer: Binder, Webb) potenzielle Kunden sind, weil sie jetzt schon Suter-Honda-Fahrer, liegt auf der Hand.

Dazu liegen bei Mahindra Anfragen von Mapfre-Aspar (Folger, Granado), Team Italia (Fenati, Bagnaia), Tasca Racing (Tonucci, Watanabe), Racing Team Germany (McPhee, Miller) und Kiefer Racing (Alt, Finsterbusch) vor. Auch Peter Ball von der Stiftung Racing Steps hat angefragt. Er hat John McPhee zum Heidolf-Team transferiert und unterstsützt auch Fahrer in der britischen und spanischen Meisterschaft.

Mahindra führt in der italienischen Moto3-Meisterschaft mit Andrea Locatelli und rüstet jetzt Luca Amato in der Spanischen Moto3-Meisterschaft aus. Amato (16) nimmt am übernächsten Wochenende mit einer Wildcard am Sachsenring-GP teil.

Bisher hat sich kein IDM-Team bei Mahindra oder Suter gemeldet. «Wenn ein IDM-Team ein diesjähriges Motorrad mit einem guten Level haben möchte, müsste man mit einem Kaufpreis von 50.000 Euro rechnen», meint Suter. «Mit Komponenten von Öhlins, Brembo und so weiter.»        

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