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Marc Márquez: «Leben ohne Bikes ist unvorstellbar»

Von Otto Zuber
Marc Márquez mit den Ärzten des Universitätskrankenhauses von Barcelona

Marc Márquez mit den Ärzten des Universitätskrankenhauses von Barcelona

MotoGP-Star Marc Márquez besuchte das Universitätskrankenhaus von Barcelona, um als Botschafter des «Learn for Sight»-Programms die Aufmerksamkeit auf ein neues Augen-Trainingszentrum zu lenken.

Am Montag (9. September) stattete Marc Márquez dem Universitätskrankenhaus von Barcelona einen Besuch ab, um sich als Botschafter des «Learn for Sight»-Programms für das neue Augen-Trainingszentrum einzusetzen, das dort entstehen soll. Dafür müssen noch die entsprechenden Mittel beschafft werden. Gelingt dies, wird das «Hospital Clinic de Barcelona» zum ersten öffentlichen Universitätskrankenhaus in Europa, das eine Klinik für Augenheilkunde mit einem Trainingszentrum vereint. Das «Learn for Sight»-Programm soll auch Geld für kostenlose Augentests in Drittweltländern zusammentragen.

Der siebenfache Weltmeister weiss aus eigener Erfahrung, wie wichtig eine gute Sicht nicht nur auf der Rennstrecke ist. Denn 2011stürzte er im ersten Training in Australien zweimal, eine Woche später stieg er im ersten freien Training zum Malaysia-GP gleich in der ersten Runde nochmals ab. Da er ab diesem Zeitpunkt auf dem linken Auge doppelt sah, musste er auf die letzten beiden Rennen verzichten. Bis nach der Operation Mitte Januar 2012 bangte er um seine Karriere.

Bei seinem Besuch in Barcelona erinnerte sich der 26-Jährige aus Cervera: «Nach dem Crash sah ich doppelt, und zwar fünf oder sechs Monate lang. Das war eine sehr schlimme Zeit, in der ich voller Zweifel war.» Und er betonte: «Mit der guten Sicht ist es wie mit so vielen Dingen, man lernt sie erst richtig zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat.»

«Es war mir unmöglich, etwas zu lesen und mein Alltagsleben war sehr schwierig. Deshalb zögerte ich auch keine Sekunde, als ich angefragt wurde, ob ich als Botschafter für dieses Projekt einstehen wolle», schilderte Márquez, der sich der Gefahren seines Berufs durchaus bewusst ist. «Das gehört zu den Risiken, die wir auf uns nehmen, wenn wir uns diesem Sport verpflichten, der unsere Leidenschaft ist. Ich wüsste nicht, wie ich ohne Motorräder leben könnte.»

Und der Repsol-Honda-Star erzählt: «Als ich zur Sprechstunde ging, dabei doppelt sah und mir auf der Strasse schwindelig wurde, war ich sehr besorgt. Mir wurde gesagt, dass ich mich vier oder fünf Monate lang gedulden müsse, erst dann würde die Entscheidung über eine Operation gefällt werden. Und als ich dann den OP verliess, sah ich immer noch schlecht. Ich fragte den Arzt, was er mit mir angestellt habe. Es war ein langer Genesungsprozess. Aber der Wunsch, endlich wieder auf ein Motorrad zu steigen, half mir dabei. Für mich ist ein Leben ohne Bikes unvorstellbar.»

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