MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

KTM & Husqvarna: 74 negative Covid-Tests der Teams

Von Günther Wiesinger
Jeff Herlings letzte Woche bei der Generalprobe in Axel

Jeff Herlings letzte Woche bei der Generalprobe in Axel

Die Teams von KTM, Husqvarna und WP Suspension kämpfen am Wochenende in der MotoGP, Moto3 und Motocross-WM um Laufsiege. Vor der Abreise nach Kegum und Brünn wurden insgesamt 74 Teammitglieder getestet.

Das Unternehmen PIERER Mobility AG hat für die Marken KTM, Husqvarna und GasGas nicht weniger als 58 Motorrad-Werksfahrer unter Vertrag und in den verschiedenen Teams (MotoGP, Moto3, MXGP, MX2, Supercross, Enduro, Super-Enduro, Cross-Country-Rallye-WM usw.) rund um die Welt 460 Mitarbeiter aus 19 Nationen beschäftigt.

Deshalb brütete Motorsport-Direktor Pit Beirer schon in der ersten April-Woche wieder täglich stundenlang über Notfallplänen. Er behielt die Situation in den wichtigen Motorsportländern im Auge, er spielte verschiedene Szenarien mit einer unterschiedlichen und einer ständig wechselnden Anzahl von Events in allen Serien durch, er saß vor Ersatzteilbestelllisten und grübelte, wie viel Material in den diversen Rennserien noch benötigt werden könnte und bestellt werden müsste.

Aber niemand konnte vor vier Monaten abschätzen, wann die verschiedenen Serien wieder in Gang kommen würden. Und ahnte, ob die Lieferketten noch funktionieren – oder ab wann die «supply chains» wieder aktiviert werden können. Die KTM Factory Racing-Abteilung in Munderfing wurde Mitte März in den vorgezogenen Betriebsurlaub geschickt, nachher gab es Kurzarbeit.

Aber am kommenden Wochenende herrscht im internationalen Motorsport erstmals seit dem Lockdown wieder Hochbetrieb: Formel 1 in Silverstone, MotoGP in Brünn, Superbike-WM in Portimão und Motocross-WM in Kegums/Lettland. Dort werden in acht Tagen sogar drei Grand Prix abgewickelt, KTM, Husqvarna und GasGas treten in beiden Klassen mit starken Formationen an.

Der Re-Start der Saison bescherte auch KTM neue Herausforderungen. Jedes Teammitglied in der MotoGP- und Motocross-WM muss maximal fünf Tage vor der Ankunft im Paddock einen Covid-19-PCR-Test machen und den Nachweis des negativen Ergebnisses bei der Ankunft vorweisen. Dann machen die Veranstalter einen weiteren Test, täglich wird beim Eingang Fieber gemessen.

«Wir haben für den MotoGP-Event in Brünn von KTM für MotoGP und Moto3 sowie von WP Suspension insgesamt 63 Personen testen lassen», berichtete Pit Beirer, der sich in Brünn heute im FP1 über Platz 3 durch Pol Espargaró und nach dem FP2 über Rang 3 durch Miguel Oliveira freute. «Für den Motocross-GP in Lettland haben wir vor der Abreise elf Teammitglieder getestet, auch sie waren alle negativ. Unser Team aus insgesamt 74 Personen ist inzwischen gesund und virusfrei auf den WM-Schauplätzen in Tschechien und Lettland eingetroffen.»

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