MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Max Nagl (Honda): «Konnte Lenker nicht mehr halten»

Von Thoralf Abgarjan
Lommel (Belgien) Max Nagls begann das Rennen mit dem «holeshot» in Lauf 1 optimal. Rang 6 war die logische Konsequenz. In Lauf 2 startete der Deutsche nicht optimal. Dann kam der völlige Zusammenbruch.

Der tiefe Sand von Lommel gilt als extreme Herausforderung für Mensch und Maschine. Ein gutes Setup zu finden, ist daher besonders kritisch. Max Nagl erläutert: «Bereits gestern war es schon ziemlich schwierig, ein gutes Setup für den tiefen Sand hinzubekommen. Eigentlich gefällt mir das Fahren im Sand, aber diesmal war es wirklich schwierig.»

Das Setup passte. Nagl gewann den Start zu Lauf 1 und beendete das Rennen respaktabel auf Rang 6. «Im ersten Lauf hatte ich mit dem «holeshot» einen wirklich guten Start und war happy, denn am Samstag habe ich mich wesentlich schlechter gefühlt.»

Nach dem Start zu Lauf 2 tauchte Nagl dann nur im Mittelfeld auf. Nach einigen Runden verlor er weitere Plätze bis auf Rang 20. Es gab kein wahrnehmbares technisches Problem, auch keinen Sturz, der als mögliche Ursache zu vermuten war. Nagl resümiert: «Im zweiten Lauf hatte ich keinen guten Start und ich habe keine Ahnung, was danach passiert ist. Ich hatte solche Schmerzen in meinen Beinen und auch im gesamten Körper, dass ich das Motorrad nicht mehr halten konnte. Dann habe ich versucht, eine Runde lang ganz langsam zu fahren, aber auch das hat nicht geholfen. Danach habe ich wieder etwas gepusht und dabei dreimal den Lenker nicht mehr halten können. Ich konnte nichts mehr machen, so erschöpft fühlte ich mich.»

Die Situation erinnert leidlich an das letzte Jahr, als sich Nagl mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert hatte und über ähnliche Probleme klagte. Im Team wird deshalb vermutet, der Einbruch durch gesundheitliche Probleme verursacht wurde, denn in Bezug auf Fitness hat der Deutsche keinerlei Probleme. Nun soll umgehend gehandelt werden: «In der kommenden Woche werde ich einen Spezialisten in Deutschland aufsuchen, denn diese Situation ist alles andere, als normal. Diese Strecke ist natürlich besonders schwierig, aber als Leistungssportler sollte man deshalb nicht ausfallen. Wir trainieren hart und permanent, daher stimmt etwas nicht.»

Die Weltmeisterschaft geht jetzt in eine fünfwöchige Pause. Diese Zeit wird Nagl und das Team nutzen, um dem Problem auf den Grund zu gehen.

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