MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Warum Kiwi Aaron Slight einen Irokesen trug

Von Kay Hettich
Weltmeister wurde er nie, dennoch gehört Aaron Slight zu den Ikonen der Superbike-WM. Was der Neuseeländer mit der markanten Frisur heute treibt. «Ich vermisse Europa», sagte der zweifache Vizeweltmeister wehmütig.

Die blonde Mähne ist mittlerweile ergraut und auch etwas spärlicher geworden. Unverkennbar jedoch das spitzbübische Grinsen von Aaron Slight – der Neuseeländer ist mittlerweile 51 Jahre alt.

In Sugo 1988 gab Slight mit einer Bimota YB4 sein Debüt in der Superbike-WM, es dauerte bis 1992, bis er eine komplette Saison absolvierte. Sensationell gewann er auf Kawasaki ZXR 750 das erste Rennen in Albacete und beendete die Serie als Sechster. Bis 2000 stand Slight in 229 Superbike-Läufen am Start und gewann 13 Rennen. Seine besten Jahre war 1996 und 1998 als WM-Zweiter.

2012 wurde er anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Superbike-WM als herausragender Fahrer geehrt. Das Markenzeichen von Aaron Slight war die Startnummer 111 – und sein zeitweiser getragener Irokesenschnitt, gerne auch in rot. «Viele meinten, ich hätte den nur wegen der Aufmerksamkeit und PR – aber das war nicht der Fall. Wir konnten damals tun, was wir wollten», versicherte Slight im Gespräch mit motorcyclenews. «Heute wird nur noch PR-konform gehandelt und geredet. Damals war das nicht so. Wir haben getan, was uns in den Sinn kam.»

Nach seiner Zweiradkarriere wechselte der langjährige Honda-Pilot auf vier Räder und fuhr unter anderem die britische Tourenwagenserie. 2004 kehrte er Europa den Rücken zu und lebt seitdem in seiner neuseeländischen Heimat. «Ich vermisse Europa sehr», gab Slight zu. «Neuseeland ist weit ab vom Schuss. Man muss sich entscheiden, was man machen will. Wenn man weiter mit dem Rennsport verbunden sein will, muss man in Europa bleiben. Oder man macht etwas anderes, dann kann man auch in Neuseeland leben.»

«Seit einigen Jahren arbeite ich in Neuseeland als Markenbotschafter für Honda und begleite Track-Days. Dadurch blieb ich auf eine gewisse Art weiter mit dem Rennsport verbunden, ohne zu tief involviert zu sein», ergänzte der 51-Jährige. «Ich reise noch zu den Rennen auf Phillip Island, um meinen Kick zu bekommen.»

Der letzte Aufenthalt von Aaron Slight in Europa ist aber nicht lange her: Als Cal Crutchow beim Silverstone-GP im legendären Castrol Honda Design teilnahm, erlebte Slight dieses Ereignis vor Ort mit.

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