MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Nach Kündigung: Arthur Sissis will Speedway fahren

Von Günther Wiesinger
In der 80-ccm-Klasse zählte der Australier Arthur Sissis zu den größten Speedway-Talenten, danach schlug er eine Straßenrennkarriere ein. Nun denkt er über eine Rückkehr zu seinen Wurzeln nach.

Arthur Sissis wurde 2008 beim Speedway-WM-Finale in Dänemark in der 80-ccm-Klasse Dritter. «Das war ganz lustig. Ich saß zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Speedway-Motorrad mit Zweitakt-Motor», erzählte er damals SPEEDWEEK.com. «Denn in Australien wird mit 125-ccm-Viertaktern gefahren, wenn man weniger als 16 Jahre alt ist. In Europa gelten andere Regeln und es werden 80-ccm-Zweitakter eingesetzt. So gesehen war der dritte Platz nicht schlecht.»

Im Straßenrennsport zeigte der heute 19-Jährige eine bemerkenswerte Entwicklung. Über den Red Bull Rookies Cup kam er in die Moto3-Weltmeisterschaft (250-ccm-Einzylinder) und wurde Werksfahrer bei KTM und dieses Jahr Mahindra.

Nach dem Brünn-GP am vergangenen Sonntag wurde Sissis von Mahindra Racing entlassen. Er wird bereits beim Silverstone-GP durch den Valentino-Rossi-Schützling Andrea Migno (18) ersetzt.

Sissis sprach im Winter von seinen großen Plänen, er wollte mit der Werks-Mahindra unter die ersten drei in der WM fahren, aber er holte in zehn Rennen nur drei Punkte.

Kein neuer Casey Stoner

Der Abstieg des begnadeten und liebenswürdigen Rennfahrers ist für viele Experten ein Rätsel. Beim Australien-GP 2012 brauste Arthur auf Platz 3, er wurde mit 84 Punkten WM-Zwölfter und galt als Versprechen für die Zukunft. In seiner Heimat wurde er schon als der neue Casey Stoner bezeichnet.

Doch 2013 eroberte Sissis im Red-Bull-Team nur noch 59 Punkte, rutschte auf den 15. WM-Rang ab – und wurde entlassen.

Dasselbe Schicksal widerfuhr ihm jetzt bei Mahindra, er liegt in der WM nur an 25. Position. «Brünn war wieder kein gutes Rennen, ich wollte bei Mahindra nicht nach einem 26. Platz ‹goodbye› sagen», erklärte Sissis. «Ich steckte wieder mitten im Feld der langsamen Fahrer und schaffte es nicht, mich von ihnen abzusetzen.»

Arthur Sissis hat sich jetzt eine Nachdenkpause verordnet. Er kehrt nach Australien zurück und will sich neu orientieren. «Vielleicht fahre ich daheim wieder Speedway-Rennen», kündigte er an.

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