MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Seltene Operation zur Vermeidung von Beinkrämpfen

Von Kay Hettich
Jaimie van Sikkelerus hat den Eingriff überstanden

Jaimie van Sikkelerus hat den Eingriff überstanden

Motorsport-Fans kennen das in Fachkreisen als «Kompartment-Syndrom» bezeichnete Phänomen der verkrampften Unterarmmuskulatur, an dem viele Rennfahrer leiden. Seltener ist es, wenn dieses Problem die Beine betrifft.

Bei 'Arm pump', so werden die Unterarmkrämpfe auch genannt, handelt es sich um eine Berufskrankheit von Motorradsportlern. Diese Problem entsteht aufgrund hoher Belastung der Muskulatur und äußert sich in einen erhöhten Gewebedruck, der zur Verminderung der Gewebedurchblutung führt. Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit sind die Folge. Es gibt wenige Profi-Rennfahrer, die noch nicht davon betroffen waren, der Eingriff ist Routine.

Supersport-Pilot Jaimie van Sikkelerus ist einer von wenigen Rennfahrern, der unter einem «Kompartment-Syndrom» an den Beinen leidet. Der Niederländer litt seit Saisonbeginn darunter, doch zuletzt in Imola war es besonders schlimm, wodurch ihm das Anbremsen und Herunterschalten vor den Schikanen kaum mehr möglich war.

«Jaimie hat auf beiden Beinen ein chronisches Belastungskompartmentsyndrom», teilte sein WILSport Racedays-Team mit. «Nach 10 oder 15 Minuten auf dem Motorrad entsteht in seiner Beinmuskulatur zu hoher Druck, was zu starken Schmerzen und zu einem Kontrollverlust an Füßen und Beinen führt. Herunterschalten und Gewichtsverlagerung in Schikanen sind ihm dann kaum möglich. In Imola war es besonders schlimm. Nach 10 Runden wurde er immer langsamer.»

Unmittelbar nach Imola ließ sich van Sikkelerus daher noch in Italien an beiden Beinen gleichzeitig operieren. Der Eingriff verlief ohne Komplikationen, sein Einsatz beim Meeting in Jerez am 7.-9. Juni sollte nicht gefährdet sein.

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